
AUDIO: Warum die Elbtunnel-Sperrung nicht aufgeschoben werden konnte (1 Min)
Stand: 15.01.2026 16:03 Uhr
Der Elbtunnel in Richtung Süden war für Autofahrende am Donnerstagvormittag mal wieder ein Nadelöhr. Wegen Reinigungsarbeiten war die vierte Röhre komplett dicht und in der dritten nur eine Spur befahrbar. Es gab lange Staus.
Nach Angaben der Autobahn GmbH mussten Siele gereinigt werden. Sie waren aufgrund der Bauarbeiten südlich des Elbtunnels im Bereich der K20 Hochstraße Elbmarsch stark verunreinigt. Es sei auch schon nachts gearbeitet worden, sagt Veronika Boge von der Autobahn GmbH Nord. Nur deshalb habe am Donnerstag zumindest eine Spur offen bleiben können.
Viele Schwertransporte angemeldet
„Die Entwässerungseinrichtungen der beiden verbleibenden Fahrstreifen konnten wir in dieser Nacht aber nicht reinigen, da viele Großraum- und Schwertransporte stattgefunden haben, die nur nachts zwischen 2 und 20 Uhr und 6 Uhr durchgeführt werden dürfen“, sagte Boge.
Wenn Wasser auf der Bahn nicht richtig abfließen kann, droht Aquaplaning. Weil jetzt Regen und fürs Wochenende auch wieder Frost angesagt ist, hätten die Autobahn-Gullis unbedingt am Donnerstag freigemacht werden müssen – und das sei aufwendig und dauere.
Sperrung sorgte für längeren Stau
Auf der A7 staute es sich zwischen dem Dreieck Nordwest und dem Elbtunnel in Fahrtrichtung Hannover zwischenzeitlich auf einer Länge von sieben Kilometern. Auch die Anschlussstelle Hamburg-Waltershof war im Zuge der Arbeiten gesperrt worden. Somit war der Hafen nur durch das Abfahren über die Anschlussstelle Hamburg-Hausbruch möglich.

Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise und Behinderungen auf den Straßen – die aktuelle Verkehrslage in und um Hamburg.

Für eine Eisbeseitigung am Elbtunnel wurde die A7 Richtung Norden zwischenzeitlich gesperrt. Auch bei der S-Bahn gab es weiter Probleme.
Dieses Thema im Programm:
NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.01.2026 | 16:00 Uhr