Stand: 15.01.2026 19:24 Uhr
Bei der jährlichen Inventur im Erlebnis-Zoo Hannover wurde der Tier-Bestand wieder unter die Lupe genommen. Vom Elefanten bis zum Winkerfrosch haben die Verantwortlichen genau nachgezählt.
Wie der Zoo Hannover mitteilte, kamen die Tiepfleger insgesamt auf 1.779 Tiere in 164 Arten. Unter den Tieren sind nach Angaben des Zoos sechs Elefanten und Gorillas und je zwei Giraffen, Tiger, Löwen und Nashörner. Dazu kommen unter anderem jeweils vier Kegelrobben, Thüringer Waldziegen und Alpakas sowie drei Eisbären. Versorgt wurden die Bewohner laut Zoo im vergangenen Jahr beispielsweise mit 166 Tonnen Heu, 136 Tonnen Gras, 10,5 Tonnen Fleisch, 24,5 Tonnen Fisch und 15.000 Eiern.
Inventur wichtig für den Artenschutz
„Diese jährliche Bestandsaufnahme ist nicht nur Pflicht, sondern auch ein entscheidendes Instrument für den internationalen Artenschutz“, hieß es vom Zoo. Einige der Tiere würden auch gemessen und gewogen. So ist den Angaben zufolge ein Vergleich der jährlichen Werte möglich – man bekomme Informationen zur Tiergesundheit und Entwicklung der Tiere. Alle Daten werden in einem globalen System mit Zoos weltweit geteilt. So sind laut Zoo Hannover eine Koordination internationaler Zuchtprogramme, eine Überwachung der Population und die Umsetzung von Maßnahmen für den Artenschutz möglich.
Zoo verzeichnet Nachwuchs bei einigen bedrohten Arten
Im vergangenen Jahr gab es im Zoo Nachwuchs bei einigen vom Aussterben bedrohten Arten, etwa bei den Addax, Brillenpinguinen und den stark gefährdeten Roten Pandas. „Jeder Nachwuchs ist ein Erfolg für den Artenschutz und zeigt, wie wichtig die Arbeit der Zoos für den Erhalt der biologischen Vielfalt ist“, sagte Zoo-Geschäftsführer Andreas Casdorff. Neben der Inventur blickt der Zoo auch auf einige Neuerungen für die Saison 2026: So soll es den Angaben zufolge etwa einen neuen Eingangsbereich und neue Tierarten geben. Außerdem seien weitere Veranstaltungen für Besucher geplant.

Bei den Präriehunden gab es gleich fünf Junge. Der einfache Waldbison-Nachwuchs wog dafür schon bei der Geburt 20 Kilo.

Nach 17 Jahren will der Zoo wieder Seychellen-Riesenschildkröten halten. Dafür wird ein neues Warmhaus gebaut.

Die jährliche Inventur ist für Beschäftigte knifflig – manche Tierarten wuseln ständig durcheinander.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | NDR 1 Niedersachsen Aktuell | 15.01.2026 | 19:00 Uhr