Hausdurchsuchung auch in Castrop-Rauxel
Spur zur Rockerkriminalität führt weiter
Katja Schneider
Freie Mitarbeiterin

Wechsel von Personen in der Rockerszene in Dortmund zwischen Bandidos und Hells Angels führen aktuell zu Auseinandersetzungen. Eine Spur führt auch nach Castrop-Rauxel. © picture alliance / dpa
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Am frühen Donnerstagmorgen wurde außer dem Haus des ehemaligen Bandido-Chefs Elvedin M. in Dortmund auch das Wohnhaus eines 44-Jährigen aus Castrop-Rauxel durchsucht. Hintergrund der Hausdurchsuchungen sind Ermittlungen zu Schüssen auf das Haus von Elvedin M. am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages im Stadtteil Kirchlinde. Die Polizei spricht von Hinweisen auf einen Bezug zum Rockermilieu und leitete deshalb zwei separate Strafverfahren ein.
Der Tatvorwurf: illegaler Waffenbesitz. Dazu hatte die Staatsanwaltschaft jetzt die Durchsuchungen angeordnet. Beide Männer wurden am Morgen angetroffen. Verletzte gab es nicht. Zu einer Festnahme des 44-jährigen Castrop-Rauxelers kam es nicht. Ob der Castrop-Rauxeler in direkter Verbindung zu den Schüssen auf das Haus von Elvedin M. steht, ist unklar. Dazu wollte die Staatsanwaltschaft sich auf Nachfrage unserer Redaktion nicht äußern.

Ermittlungen in Kirchlinde
Der Kirchlinder Elvedin M. trat 2024 den Hells Angels bei, flog jedoch schnell wieder hinaus. Seitdem soll er von den Hells Angels Duisburg und Dortmund City bedroht worden sein.
Eine Spur nach den Schussabgaben in Kirchlinde an Weihnachten führte die Ermittler nun wohl zum 44-Jährigen aus Castrop-Rauxel. Die zum Teil stark bewaffneten Beamten stellten bei der Durchsuchung in beiden Häusern „beweiserhebliche Gegenstände“ sicher, so Polizei und Staatsanwaltschaft Dortmund. Um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden, machten die Behörden keine näheren Angaben dazu. Die Ermittlungen dauern an.
