
Dank einer starken Angriffsleistung konnten die französischen Handballer ihr Auftaktspiel bei der Handball-EM gegen Tschechien souverän mit 42:28 (20:14) gewinnen. Regisseur Elohim Prandi glänzte dabei nicht nur als Torschütze, sondern auch als Vorlagengeber.
Im norwegischen Fornebu konnte sich der Titelverteidiger aber auch auf den Weltklasse-Innenblock aus Karl Konan und Ludovic Fabregas verlassen. Das Duo stellte den Gegner vor teils unüberwindbare Aufgaben und ebnete früh den Weg zum Aufktakterfolg. In Abwesenheit vom kurzfristig ausgefallenen Offensiv-Star Nedim Remili zeigten sich im Angriff gleich mehrere Spieler in Torlaune, sowohl Prandi, Melvyn Richardson und Dylan Nahi trafen sechsmal.
Spielmacher Prandi bereits zum Auftakt in starker Verfassung
Zum besten Spieler des Spiels wurde Prandi, Regisseur von Paris St. Germain gewählt, der neben seinen Treffern auch drei Tore vorbereitete. Für Tschechien war Petr Siroky als bester Torschütze seiner Mannschaft sechsmal erfolgreich. Am zweiten Spieltag der Gruppe C trifft Tschechien auf Norwegen und die Franzosen können gegen die Ukraine einen großen Schritt Richtung Hauptrunde machen.
Richardson eröffnete eine fulminante Anfangsphase der Franzosen, in der es binnen fünf Minuten 6:0 für den Favoriten stand. Wohingegen das tschechische Team kein Mittel fand gegen eine starke französische Defensive, allein Dominik Solak sorgte aus dem Rückraum für etwas Torgefahr. Als Tschechien langsam in die Partie fand, bremste Jan Uzek sein Team mit einer unglücklichen Roten Karte aus (12.).
Tschechien läuft früh einem deutlichen Rückstand hinter
Der Kreisläufer erwischte seinen Gegenspieler bei einer Abwehraktion im Gesicht – durchaus eine harte Entscheidung der litauischen Unparteiischen. Bis zur Pause entwickelte sich dann ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Torhüter von den eigenen Abwehrreihen zusehends alleingelassen wurden. Schlussmann Tomas Mrkva (SC DHfK Leipzig) war es dennoch zu verdanken, dass Frankreich nur mit einer 20:14-Führung in die Pause ging.
Die zweite Hälfte startete mit einer Schrecksekunde für das Team von Trainer Daniel Kubes. Der Leipziger Tomas Piroch knickte bei einer Abwehraktion um und verschwand nach seiner Auswechslung umgehend in den Katakomben. Ähnlich wie in der ersten Hälfte überrannten die Franzosen ihre Gegner in den ersten Minuten und erhöhten den Vorsprung bis zur 40. Minute auf 28:18.
Frankreich von tschechischer Abwehr nicht zu stoppen
Von diesem kurzen Lauf schien sich die tschechische Mannschaft nicht mehr zu erholen, denn die Führung stieg sukzessive an. Der eingewechselte Charles Bolzinger entnervte den Außenseiter zusätzlich, wohingegen die Franzosen weiter nach Belieben trafen. Am Ende wurde es eine deutliche Niederlage für die tschechische Mannschaft, die in den letzten beiden Spielen bereits unter Druck steht, sollte es mit dem Einzug in die Hauptrunde klappen.