München – Das iranische Mullah-Regime ermordete in den vergangenen Tagen Tausende Menschen, die ein Ende der Scharia-Diktatur wollen. Offenbar kein Grund für die Münchner Sicherheitskonferenz, deren Vertreter auszuladen!

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Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi und sein Stellvertreter wurden beide eingeladen und haben ihre Teilnahme auch schon zugesagt, berichtet das Portal „Euractiv“.

Wie kann das sein? In der EU wurden in den vergangenen Tagen die Forderungen immer lauter, das Iran-Regime aufgrund ihrer brutalen Niederschlagung des Aufstands weiter zu isolieren.

Das Iran-Regime hat vor fünf Tagen das Internet abgeschaltet, um im Verborgenen zu morden. Trotzdem drangen Bilder und Berichte in die Außenwelt, die zeigen, wie Milizen Menschen mit Gewehrsalven beschießen, Verletzte in Krankenhäusern aufspüren, um sie zu töten, und wie sich Leichensäcke stapeln.

Mehr zum Thema„Das ist inakzeptabel und beschämend“

Brüssel diskutiert als Reaktion darauf neue Sanktionen und die Einstufung der Mullah-Miliz IRGC (Revolutionsgarden) als Terrororganisation. Im Gespräch ist auch die Ausweisung aller Botschafter des Regimes in der EU.

Und da soll der Außenminister einfach so nach München in den Bayerischen Hof kommen, als wäre nichts gewesen? „Das ist inakzeptabel und beschämend“, sagt der Außenpolitiker und FDP-Landesvorstand in NRW, Bijan Djir-Sarai (49). „Vertreter des Mullah-Regimes dürfen keine Bühne bekommen. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Freiheitsbewegung im Iran.“

Auch Volker Beck, Chef der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), fordert „Rote Karte statt roten Teppich“ für Aragchi, der als persona non grata zu erklären sei.

Die Münchner Sicherheitskonferenz hat bis zum Abend noch nicht auf eine BILD-Anfrage reagiert.

Politico-Chefkorrespondent bei Schreiber: Diese Rolle spielt Europa bei den Iran-ProtestenIran: Diese Rolle spielt Europa bei den Protesten

Quelle: AP, Reuters, BILD15.01.2026