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Von turbulenten Zeiten erzählt Kabarettistin Christine Eixenberger in ihrem Soloprogramm „Volle Kontrolle“. © Gregor Wiebe
Gewitzte Antworten von Christine Eixenberger: Was bei ihr hinter der Bühne nicht fehlen darf und warum sie lange schon eine Sightseeing-Tour im Dorf Oberhausen machen will, das verrät die Komikerin in unserem Fragebogen.
Nach dem Studium zur Grundschullehrerin wechselte sie auf die Bühne – und legte gleich eine TV-Karriere hinterher. So begeisterte Christine Eixenberger unter anderem in der ZDF-Erfolgsserie „Marie fängt Feuer“ und begrüßt als Gastgeberin der BR-Satire-Show „Nachsitzen“ regelmäßig Kollegen aus der Kabarett-Szene. Ihre komödiantische Kernkompetenz zeigt die Vollblut-Entertainerin, die 1987 in Tegernsee zur Welt kam und 2019 den Bayerischen Kabarettpreis als „Senkrechtstarterin“ erhielt, auch leidenschaftlich live: Diesen Samstag, 17. Januar, spielt Eixenberger auf der Stroblbühne Oberhausen ihr Solo „Volle Kontrolle“. Zuvor verrät sie in unserem Fragebogen „Zu Gast in Oberhausen“, warum sie dort schon immer mal eine Sightseeing-Tour machen wollte – und einiges mehr.
Was fällt Ihnen spontan zu Oberhausen ein?
Oberhausen – ein Kleinod, der „Dom Pérignon der B 472“. Ich wollte immer schon mal eine Sightseeing-Tour durch Oberhausen machen. Ich habe gehört, das lohnt sich.
Finden Sie ohne „Navi“ nach Oberhausen?
Hin und wieder versuche ich es. Ich lebe gern am Limit.
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Was darf hinter der Bühne nicht fehlen?
Eine Hüpfburg. Ich bin als Künstlerin wirklich unkompliziert.
Wenn der Saal mal eher leer ist: Was machen Sie?
Spielen. Das ist mein Job. Und 20 Leute hören sich manchmal an wie 2000.
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Ein Ritual, bevor Sie auf die Bühne gehen?
Ich steche mir seit 13 Jahren vor jedem Auftritt selbst ein Tattoo. Lauter kleine Tattoos, über zwei Beine verteilt. Ihr denkt, ich habe auf der Bühne eine schwarze Hose an? Tja…
Wie viele Auftritte pro Jahr schaffen Sie?
Spielen tu ich circa 80 bis 100. Schaffen würde ich nur die Hälfte. Ich bin ja auch schon 38. Der Ischias ist mein Spirit Animal.
Ein Auftritt, den Sie nie vergessen werden?
Puh, da gibt es viele. Aber spontan fällt mir jetzt die Dernière von „Einbildungsfreiheit“ ein. Da hatte sich ein Schmetterling in den Saal verirrt. Als ich gerade mit der Nummer über meinen verstorbenen Opa beginnen wollte, setzte er sich direkt neben meinen Fuß. In manchen Kulturen verkörpern Schmetterlinge die Seelen der Verstorbenen. Das war wirklich berührend.
Mit wem würden Sie gern mal auf einer Bühne stehen?
Da ich Solo-Künstlerin bin… wahrscheinlich mit jemandem, der gut zuhören kann?
…und mit wem niemals?
Die Frage lässt sich jetzt leicht selbst beantworten.
Was machen Sie nach dem Auftritt in Oberhausen?
Noch ein wenig mit den Leuten ratschen, Autogramme geben und mich dann auf den Heimweg machen. Oder gibt es in Oberhausen eine Disco, von der ich noch nichts weiß? Ich sollte echt dringend diese Sightseeing-Tour machen…
Und was ist die nächste Station?
Passau, Herrieden, München, Miesbach, Fürstenfeldbruck. Schön, mal wieder so viel im eigenen Gai zu spielen. Die Wege sind kurz, mein Ischias dankt.