Je ambitionierter die Wolkenkratzer, desto näher der ökonomische Crash – so besagt es die „Skyscraper Index Theorie“, aufgestellt Ende der 90er-Jahre von einem gewissen Andrew Lawrence, damals Analyst bei Dresdner Kleinwort Benson (einer Bank, die zu jener Zeit bekanntlich auch selbst ein bisschen zu hoch hinauswollte). Nun sei mal dahingestellt, ob die Hypothese einer harten empirischen Erprobung wirklich standhalten würde. Anekdotisch allerdings (das Empire State Building wurde kurz vor der Weltwirtschaftskrise fertig, das World Trade Center kurz vor der tiefen Rezession der 1970er, der Petronas Tower kurz vor der Asien-Krise, der Burj Khalifa kurz vor der Beinahe-Pleite Dubais …) gibt es da in der Tat ein paar Auffälligkeiten.
Und damit nun – zur Sparda Hessen, einer Bank, die auf ihre eigene Art ebenfalls sehr hoch hinauswollte, im übertragenen Sinne, aber auch wörtlich.
Man schrieb den Februar 2022, als der damalige Vorstandschef Markus Müller den symbolischen Spatenstich zum Bau des 124 Meter hohen „Sparda Bank Tower“ im Frankfurter Europaviertel setzte (124 Meter sind nicht ganz, aber doch fast ein halbes Empire State Building, jedenfalls, wenn man bei diesem die Spitze nicht mitzählt). Dass das 9,6-Mrd.-Euro-Institut in der Folge in schwieriges Fahrwasser geriet, das ist bekannt, siehe im März letzten Jahres unser Stück –> Sparda Hessen auf „Präventions-Liste“ des BVR.
Nun allerdings: Macht auch der Tower selbst Probleme.