Bei Gesprächen über die Planung der kommenden Saison sei von Amelen mit dem Vorstand des Vereins vor einigen Wochen zusammengekommen: „Wir haben über einen Kaderumbruch gesprochen und dass wir viele neue Spieler holen müssen, was aber finanziell wohl nicht machbar gewesen wäre. Dann habe ich dem Verein mitgeteilt, dass ich im Sommer aufhören werde“, berichtet von Amelen. Doch vergangene Woche habe der Verein ihm gesagt, dass man sich sofort von ihm trennen werde: „Das finde ich sehr schade, da ich gerne bis zum Sommer durchgezogen hätte. Aber ich akzeptiere die Entscheidung vom Verein“, so von Amelen.

„Ich habe im Nachgang unseres Gespräches entschieden, die Trennung vor zu ziehen. Das hat nichts mit Micha oder mit dem Sportlichen zu tun: Das haben wir aus vereinsstrategischer Sicht so entschieden“, erklärt Rheindahlens Vorsitzender Christoph Kampe. „Ich danke ihm von Herzen für die gute Zusammenarbeit“, richtet er Lob an seinen Ex-Trainer. In sportlicher Not steht Rheindahlen aktuell mit 22 Punkten aus 14 Saisonspielen und Platz sechs in der A-Liga sicher nicht, auch wenn es bisher nicht ganz an die starke Vorsaison mit Platz drei anknüpfen konnte.

Das neue Interims-Duo aus Mesut Özegen und Hasan Er soll nun in der Rückrunde die Mannschaft leiten. Während Özegen als Spieler kürzertritt und sich auf die Rolle an der Seitenlinie konzentrieren soll, soll Hasan Er als verlängerter Arm des Trainers auf dem Feld fungieren. Beide haben einen langen Vereinshintergrund und das „absolute Vertrauen“, betont Kampe.

Von Ameln geht nach Wickrath

Bei Michael von Amelen geht es indes direkt weiter. Nachdem sein Rheindahlen-Aus die Runde gemacht habe, habe der TuS Wickrath rasch bei ihm angefragt: „Ich kenne Gianluca Nurra schon lange, war immer mit ihm im Kontakt. Ich habe ihn mal versucht, als Spieler zu verpflichten, und habe ihn bei Wickrath verfolgt“, berichtet von Amelen. Bei Gesprächen habe man dann zueinandergefunden. „Wickrath ist für mich sportlich sehr reizvoll. Als Co-Trainer will ich Gianluca und den ganzen Verein unterstützen“, erklärt er. Auch die Rolle „nur“ als Co-Trainer passe ihm neben seinen anderen Verpflichtungen ganz gut. Als Co will er sich ganz Nurra als Cheftrainer unterordnen und würde ebenfalls aufhören, sollte dieser mal sein Amt abgeben.