Die Regierungen der USA und Taiwans haben sich auf ein Handelsabkommen und Zollsenkungen geeinigt. Die USA senken die Zölle für Importe aus Taiwan auf 15 Prozent ab, wie das Handelsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Einige Produkte sollen komplett von Zöllen befreit werden. Im Gegenzug habe Taiwan „neue Direktinvestitionen von insgesamt mindestens 250 Milliarden Dollar“ in den USA zugesagt.
Die Investitionen sollen von taiwanischen Halbleiter- und Technologieunternehmen kommen und in den Ausbau der Produktion in den USA fließen. „Wir hoffen, dass wir in Zukunft enge strategische KI-Partner werden können“, sagte die stellvertretende taiwanische Ministerpräsidentin Cheng Li-chiun auf einer Pressekonferenz in Washington.
Den Angaben von US-Handelsminister Howard Lutnick zufolge umfassen die Investitionen auch 100 Milliarden Dollar, die der Chiphersteller TSMC bereits 2025 zugesagt hatte. Taiwan werde zudem weitere 250 Milliarden Dollar an Krediten garantieren, um weitere Investitionen zu erleichtern, teilte die US-Regierung mit.
Keine Zölle auf bestimmte Arzneimittel und Rohstoffe
Über die Senkung der Zölle auf 15 Prozent hinaus sollen Generika und deren Inhaltsstoffe sowie Rohstoffe, die in den USA nicht verfügbar sind, überhaupt keinen Zöllen unterliegen. Die beiden Länder hatten im April mit Verhandlungen über ein Handelsabkommen begonnen, nachdem US-Präsident Donald Trump Zölle in Höhe von 32 Prozent auf taiwanische Importe verhängt hatte, die später auf 20 Prozent reduziert wurden.
© Lea Dohle
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Taiwans Außenhandelsüberschuss mit den USA war im Jahr 2024 mit knapp 74 Milliarden Dollar (aktuell rund 65,1 Milliarden Euro) der siebthöchste der Welt. Die Insel exportiert vor allem Informations- und Technologieprodukte in die USA. Die USA sind der wichtigste internationale Unterstützer und Waffenlieferant Taiwans, das sich von der Volksrepublik China bedroht sieht. China sieht den Inselstaat als abtrünnige Provinz an und strebt eine Wiedereingliederung an, notfalls mit Militärgewalt.
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