Schwarz – für Mario Karl Christiani ist der Farbton, den man streng genommen zu den „unbunten Farben“ zählt, kein Ausdruck von Traurigkeit, sondern die Chance, sich in aller Ruhe auf eine Entdeckungsreise zu begeben zu Farben und Formen, die geheimnisvoll auftauchen und wirken, sogar Wärme ausstrahlen: Zusammen mit Erich Wellhöfer, Norbert Werker und Thekla Zaneletti zeigt Christiani noch bis zum 31. Januar in der Aachener Galerie Nova, Lothringer Straße 37, eine Serie seiner Werke, die sich im jeweiligen Licht zu verändern scheinen, oft den starken Strahler nicht brauchen, sondern aus sich selbst mit glänzenden und mit verschatteten Flächen wirken – als Gegenpol zu den Werken der übrigen Ausstellenden. Da ist Erich Wellhöfer aus Aachen, der so gern mit Körpern und erotischen Anspielungen, mit Rundungen, Lippen, Korsagen und spitzen Absätzen arbeitet – im Holzschnitt oder in der Tuschzeichnung. Farbe bringt auch Norbert Werker mit, der seine Reiseeindrücke in sprechende Maskendarstellungen umsetzt, daheim in Eschweiler ist er von ihnen durch eine Sammlung umgeben. Gesichter haben es auch Thekla Zaneletti angetan, expressionistisch angehaucht, dann wieder fein graublau getönt, melancholisch, wie Wesen aus einer anderen Galaxie oder aus einem Werk des Regisseurs Fritz Lang, der in „Metropolis“, seinem monumental-expressionistischen Stummfilmklassiker aus dem Jahr 1927, solch eindrucksvolle Wesen erschaffen hat. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 15.30 bis 18 Uhr geöffnet, Telefon 0241 4019642.