Kultur


1823 ist der Landschaftsmaler Georg Geyer in Wien geboren worden. Die Galerie M in Klagenfurt zeigt derzeit eine der sehr seltenen Ausstellungen. In einer Zeit, als das Reisen erst begann, schilderten diese Maler, wie die Welt aussieht. Geyer malte auch Ansichten aus Kärnten.

16.01.2026 07.01

Online seit heute, 7.01 Uhr

Geyer war dauernd unterwegs, immer auf der Suche nach neuen Motiven. Auch den Mittagskogel in Villach malte er, ebenso wie Mallnitz. Geyer war kein Hobbykünstler, sondern ein akademisch ausgebildeter Maler. Der Nachlass kam über die Wiener Familie von Monika Pagitz nach Kärnten. In der Galerie M in Klagenfurt sind 80 Bilder ausgestellt.

Landschaftsmaler zeigten die Welt

1823 ist der Landschaftsmaler Georg Geyer in Wien geboren worden. Die Galerie M in Klagenfurt zeigt derzeit eine der sehr seltenen Ausstellungen. In einer Zeit, als das Reisen erst begann, schilderten diese Maler, wie die Welt aussieht. Geyer malte auch Ansichten aus Kärnten.

Nachlassverwalter Maximilian Pagitz wuchs mit den Bildern von Georg Geyer auf. Sie sind für ihn auch heute ein wichtiger Teil des Leben. Einen Wunsch hätte er: „Dass sich die Leute an den Bildern und der Detailtreue, an den Motiven, erfreuen können. Dass sie lernen, wertzuschätzen, dass diese Landschaftsmaler Tolles geleistet haben und dass es erhaltenswert ist.“

Fotostrecke mit 8 Bildern

Nicht nur liebliche Landschaften

Geyers Bilder sind voller Lebendigkeit und technischer Perfektion. Auch das Dunkle findet Raum in den Bildern, damit überrascht Geyer und unterscheidet sich von seinen Zeitgenossen. Pagitz sagte, anderen gefallen die hellen Landschaftsbilder, die eine eher fröhliche Stimmung abbilden. „Ich habe die dunkleren Bilder sehr gern und auch der Fuchs, der in der Galerie hängt ist einer meiner Favoriten.“

„Ein Unbekannter, der geschätzt wird“

Dass eine Ausstellung mit einem Landschaftsmaler aus dem 19. Jahrhundert gemacht wird, ist heute in Kärnten sehr selten. Für einen großen Maler wie Georg Geyer lässt sich dieses Risiko aber eingehen. Galerist Klaus Oberhammer sagte: „Ich habe ein bisschen gegoogelt, er wird im Dorotheum und bei Kinsky zu guten Preisen gehandelt, obwohl von ihm keine Ausstellungen und keine Spuren vorhanden sind. Er ist ein Unbekannter, der jetzt geschätzt wird.“ In der Galerie M sind die Bilder von Geyer und seinem Vater, der auch Maler war, bis 7. Februar zu sehen.

Dieser Beitrag begleitet die Sendung „Kärnten heute“, ORF2, 15. Jänner 2026.

Link: