Die Rede ist von der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, die dem Wuppertaler Stefan Mageney vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier verliehen wurde. Am Donnerstagnachmittag wurde sie feierlich im Barmer Rathaus durch Oberbürgermeisterin Miriam Scherff übergeben.
Mit der Medaille werden herausragende politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen gewürdigt, oftmals auch Verdienste im sozialen und karitativen Bereich. Stefan Mageney wurde sie nun aufgrund seines langjährigen Engagements im Verein „Wuppertal hilft“ verliehen, den er vor über 20 Jahren gründete. „Es ist die höchste Anerkennung für Verdienste um das Gemeinwohl“, betont Scherff. Das Herz des Wuppertalers schlägt zum einen für die Musik, so war er als Sänger und Frontmann in Bands weltweit unterwegs; ist es bis heute. Aber zum anderen steht der 57-Jährige, so betont Kühn, auch für „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität ein“. Und diese Leidenschaft vertiefte Mageney im Jahr 2004, als die Erdbeben im Indischen Ozean Tsunami-Wellen auslösten, Hunderttausende Menschen starben und über eine Million obdachlos wurden. Es war der Zeitpunkt, an dem Mageney innerhalb von drei Wochen ein Musikfestival organisierte und dadurch 13 000 Euro einnahm, die den Opfern der Naturkatastrophe zugute kamen. Der Beginn von „Wuppertal hilft“ – eine Initiative, mit der Mageney und sein Team seitdem über 500 000 Euro Spenden sammeln konnten. „Eine unfassbare Summe und eine fantastische Leistung“, fasst Scherff zusammen, bevor sie Mageney die Verdienstmedaille an den Anzug steckt und die Urkunde überreicht.
„Demokratie ist keine Zuschauerveranstaltung“
Stefan Kühn betont im Anschluss: „Wir sind auch verantwortlich für das, was wir nicht tun. Für Stefan Mageney ist unterlassene Hilfeleistung keine Option.“ Unabhängig von Herkunft, Religion, Hautfarbe oder Ähnlichem sei er ein Kämpfer für die Demokratie – „denn Demokratie ist keine Zuschauerveranstaltung“.
Was der 57-Jährige mit seinem sozialen Engagement seit über 20 Jahren eindeutig unter Beweis stellt. Für die Auszeichnung an sich mache man es nicht, „aber es ehrt mich“, sagt er selbst in seiner Dankesrede, in der er zuerst seiner Frau, seinem Sohn und seinen Eltern dankt, die „die Grundlage“ für sein Treiben gelegt hätten, „die mir gezeigt haben, was Nächstenliebe heißt, die mir Energie und Durchsetzungsvermögen mitgegeben haben.“ Auch seinem Freundeskreis und seinem Team, „das von Anfang an dabei war“, dankt der Wuppertaler. Die Auszeichnung sei für ihn eine Art Motor, ein Turbo, den man brauche, um immer weiterzumachen – und das, so lange man gesund sei.
„Denn da ist immer noch Luft nach oben. Packen wir es an. Eine halbe Million haben wir bisher schon sammeln können. Machen wir die ganze Million voll.“