Washington schaltet im Rennen um kritische Rohstoffe einen Gang höher. Anfang Februar wollen die USA Außenminister zahlreicher Partnerstaaten zusammenholen, um die Abhängigkeit von China bei Seltenen Erden und anderen Schlüsselmineralien spürbar zu senken.

Bei dem für den 4. Februar geplanten Treffen soll es vor allem um eines gehen: Möglichst schnell Alternativen zu China aufbauen. Gastgeber dürfte US-Außenminister Marco Rubio sein. Auf der Agenda stehen neue Partnerschaften, Investitionen und ein robusteres Rohstoffnetzwerk unter befreundeten Staaten.

Auslöser für den Vorstoß ist die harte Linie Pekings. Nachdem China Exportbeschränkungen für Seltene Erden verhängt hatte (DER AKTIONÄR berichtete), läuteten in den USA die Alarmglocken. Zwar wurden schärfere Gegenmaßnahmen im Herbst nach Gesprächen zwischen Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping zunächst vertagt. Doch hinter den Kulissen wächst der Druck, jetzt zu liefern.


EU unter Druck

Besonders brisant: Die USA drängen einzelne EU-Mitgliedstaaten zu bilateralen Absichtserklärungen. Die Europäische Kommission wiederum fordert ein geschlossenes Auftreten der EU, um Verhandlungsmacht zu bündeln. Nach Angaben von Diplomaten verlaufen die Gespräche bislang jedoch zäh – auch weil unklar ist, wer in Washington die Federführung innehat. Neben Rubio spielen auch Finanzminister Scott Bessent und US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer eine zentrale Rolle.

Greer betonte zuletzt, es sei „kein Geheimnis“, dass widerstandsfähigere Lieferketten für kritische Mineralien benötigt würden. Ziel sei es, gemeinsam mit Partnerländern einen wirtschaftlich tragfähigen Markt für diese Rohstoffe zu schaffen. Ursprünglich wollte die US-Regierung die Gespräche mit Europa bis zum 22. Januar abschließen. Doch der Zeitplan gilt der inzwischen als kaum haltbar.

Die Abhängigkeit von China bei Seltenen Erden soll spürbar zurückgefahren werden. Damit entsteht langfristig Rückenwind für westliche Förder- und Verarbeitungsprojekte. AKTIONÄR-Favorit Lynas zählt zu den klaren Profiteuren dieser Entwicklung.

Mehr Favoriten aus den Bereichen Seltene Erden, Lithium und Uran finden Sie im Aktien-Report „Die neue Almonty“ des Börsenexperten André Fischer.


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Quelle: Börsenmedien AG