
Stand: 16.01.2026 11:27 Uhr
Spezialkräfte haben am Flughafen Hannover einen Terrorverdächtigen auf dem Weg nach Syrien gestoppt. Dort wollte sich der Mann laut Staatsanwaltschaft für Kampfeinsätze im Ausland ausbilden lassen.
Einen weiteren Terrorverdächtigen mit dem gleichen Ziel haben Spezialkräfte am Flughafen Stuttgart festgenommen. Die 18 und 27 Jahre alten deutschen Staatsangehörigen sollen Bezüge in die islamistische Szene haben und sitzen inzwischen in Untersuchungshaft in Frankfurt am Main. Das teilten die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das hessische Landeskriminalamt mit. Spezialeinsatzkräfte verhinderten demnach am Donnerstag die geplante Ausreise der beiden Männer. An den Ermittlungen waren neben hessischen Behörden auch die Bundespolizei sowie Ermittler aus Nordrhein-Westfalen beteiligt.
Ermittler finden Armbrust und Broschüren zum IS
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft verdichtete sich der Verdacht, dass sich die beiden in Syrien für Kampfhandlungen im Ausland ausbilden lassen wollten. Bei Durchsuchungen der Wohnungen der Verdächtigen in Kassel und im Landkreis Kassel stellten die Ermittler unter anderem eine Armbrust ohne Bolzen sowie Broschüren mit Bezug zur Terrororganisation Islamischer Staat (IS) sicher. Eine konkrete Gefahr für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, betonte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Rechtsextreme und Islamisten stehen sich eigentlich feindlich gegenüber – doch gibt es immer wieder Allianzen. Der Fall eines IS-Anhängers aus Niedersachsen zeigt erstaunliche Schnittmengen zwischen den Lagern, wie eine STRG_F-Recherche zeigt.

Die beiden Verdächtigen sollen einen Sprengstoffanschlag geplant haben. Ziel sollte laut Staatsanwaltschaft ein Krankenhaus sein.

Im Prozess hatte die Beschuldigte die Vorwürfe weitestgehend gestanden und sich vom sogenannten Islamischen Staat distanziert.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 16.01.2026 | 11:00 Uhr