„Wie können liebevolle Eltern ihren minderjährigen Kindern jemals erlauben, in ein Land zu reisen, in dem eine Gestapo namens ICE Angst und Schrecken verbreitet und das von einem völlig dummen Kerl regiert wird“, schreibt Sylvie D. unter den Beitrag der US-Botschafterin in Luxemburg.
Und Christiane K. merkt an: „Ich halte diese Idee für sehr schlecht – warum sollten junge Menschen heutzutage Europa verlassen, um in die USA zu gehen? Nein, nein, nein … lassen Sie sie ihre Jugend in Frieden, Demokratie, gegenseitigem Respekt, positiver Stimmung und mit Führungskräften genießen, die diese Position verdienen.“
Noch drastischer drückt es Daniel S. aus: „Kein Student möchte in die Vereinigten Staaten gehen, wenn diese wie eine Diktatur regiert werden. Junge Menschen zu terrorisieren und Visa zu annullieren, ist kein Zeichen von Stärke, sondern von Verfall. Ein Verrückter an der Spitze, der vorgibt, ein starker Mann zu sein, vertreibt Talente. Wenn ihm die Einwanderung so sehr zu schaffen macht, könnte er doch zu Hause bei seiner dritten Frau anfangen!“
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„80-jährige Beziehung torpediert“
Mehr als 90 Wortmeldungen haben sich zwischen Donnerstagnachmittag und Freitagmorgen unter dem Video angesammelt; angesehen wurde es mehr als zwölftausendmal. Die Reaktionen der Facebook-User sind deutlich negativ und setzen sich kritisch mit dem Angebot auseinander. MAGA-Jubel ist deutlich in der Minderheit. Doch worum geht es?
Der beste Ort in Amerika ist außerhalb der USA.
Facebook-Userin Sara P.
In dem 30 Sekunden langen Video, das unter anderem auf der offiziellen Facebook-Repräsentanz der US-Botschaft in Luxemburg veröffentlicht wurde, ruft Botschafterin Stacey Feinberg junge Luxemburger im Alter von 16 bis 18 Jahren dazu auf, sich für das Benjamin Franklin Transatlantic Fellowship-Austauschprogramm an der Purdue University im US-Bundesstaat Indiana zu bewerben.
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„Ihr werdet im kommenden Juli in die Vereinigten Staaten an die Purdue University reisen – zusammen mit anderen Europäern und gleichaltrigen US‑Studenten von ähnlich hohem Niveau. Dort werdet ihr Fähigkeiten erlernen, die Euch später auf Eurem Weg zum Erfolg begleiten werden. Es ist eine großartige Chance. Bitte bewerbt Euch. Es gibt nur einen Platz, aber dieser eine wird etwas ganz Besonderes sein“, so Feinberg im Video.
User Frank H. bezieht sich in seinem Kommentar unmittelbar darauf: „Sehr geehrte Frau Botschafterin, warum sollte es für junge Europäer eine Belohnung sein, 2026 von der US-Regierung eingeladen zu werden“, fragt er. „Wie sollen sie ihren Horizont erweitern und was sollen sie lernen? Toleranz? Respekt? Demokratie und gute Manieren? Redefreiheit? Oder werden sie in internationales Recht eingeführt? Die USA sollten über die Werte nachdenken, die Ihr Land in der Vergangenheit zu einem Vorbild für die Europäer gemacht haben. Leider wirken die USA derzeit abstoßend und arrogant, und MAGA hat sein Ziel in den verbündeten Ländern bereits für viele Jahre verfehlt.“
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In vielen Beiträgen wird die Sorge geäußert, Opfer des rigiden Vorgehens der US-Einwanderungsbehörde ICE zu werden. „Der beste Ort in Amerika ist außerhalb der USA. Wer zum Teufel ist so dumm, sein Kind in ein Nazi-Bootcamp zu schicken und/oder es der Brutalität der Einwanderungsbehörde ICE auszusetzen“, schreibt so etwa Sara P.
Und ein anderer User: „Madame, wir sind besser dran, wenn wir die Köpfe unserer Kinder hier in Europa behalten, wo die grundlegenden Menschen- und Bürgerrechte uneingeschränkt geachtet und geschützt werden. Netter Versuch, aber Ihre Regierung hat seit dem ersten Tag, an dem sie auf magische Weise die Macht ergriffen hat, jede einzelne Verbindung unserer historisch tiefen und vertrauensvollen 80-jährigen Beziehung torpediert. Es gibt viele, die sich so sehr darüber ärgern, betrogen worden zu sein. Das ist einfach unmöglich zu akzeptieren. Ihr Timing ist leider falsch, und egal, wie sehr Sie sich auch bemühen, Ihr Chef wird immer einen Weg finden, all die ‚gute Arbeit‘ zunichte zu machen.“
Ihr habt nur Freiheit, weil die USA für Euch gekämpft und geblutet haben, und die Leichen unserer Helden liegen noch immer in Eurem Boden.
Facebook-User Mike L.
„Wir lieben unsere ICE-Beamten“
Die tiefen historischen Beziehungen zwischen Luxemburg und den Vereinigten Staaten sind auch Thema in einem anderen Kommentar, dieses Mal aus der Pro-Trump-Ecke: „In diesen Kommentaren gibt es viele globalistische Nörgler“, schreibt Mike L. und zählt auf: „1. Erlaubt Luxemburg illegalen Migranten, sich gewaltsam Zugang zum Land zu verschaffen und Verbrechen gegen Ihre Bevölkerung zu begehen? Ich hoffe sehr, dass dies nicht der Fall ist, und die USA hoffen das auch. Wir lieben unsere ICE-Beamten.
2. Ihr habt nur Freiheit, weil die USA für Euch gekämpft und geblutet haben, und die Leichen unserer Helden liegen noch immer in Eurem Boden. Zeigt etwas Respekt für die Menschen, die Euch gerettet haben. 3. Selbst europäische Sender und Experten erkennen eine lange Liste triftiger Gründe an, warum die USA Grönland brauchen, um sich selbst und Euch zu schützen. 4. Trotz all der Jammerer der Linken hier wird es viele, viele Bewerber für diese großartige Erfahrung geben.“
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