- Noah (8) aus Frankfurt am Main wird seit Mittwoch vermisst
- Die Polizei sucht nach dem Vermissten – familiäres Umfeld im Fokus
- Der Junge soll zuletzt nicht mehr bei seinen Eltern gelebt haben
Auf der Suche nach dem vermissten achtjährigen Noah R. aus Frankfurt am Main nimmt die Polizei in Hessen zunehmend das familiäre Umfeld des Jungen ins Visier. So soll Noah zuletzt nicht mehr bei seiner Familie gelebt haben. Ein Sprecher des Sozialdezernats erklärte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, dass die Stadt Frankfurt den Jungen im Herbst 2025 auf richterliche Anordnung hin in Obhut genommen habe.
Die „Bild“ berichtet zudem, dass der Mutter erst vor kurzem das Sorgerecht für ihren Sohn entzogen wurde. Zudem sagte ein Polizeisprecher gegenüber „Bild“: „Die Ermittlungen schließen auch das familiäre Umfeld des Achtjährigen ein. Aktuell verdichten sich die Ermittlungen in diesem Bereich.“ Der Junge habe zuletzt in einem Heim gelebt.
Zuletzt berichtete die „Bild“, die Ermittler gingen davon aus, dass der Junge sich bei seiner Mutter befindet. Diese ist ebenfalls verschwunden. Es sei jedoch ein Foto von dem Achtjährigen sichergestellt worden, das „mit hoher Wahrscheinlichkeit nach dem Verschwinden aufgenommen wurde“, hieß es von der Polizei. Die Ermittler vermuteten, dass sich Mutter und Kind noch im Rhein-Main-Gebiet aufhielten.
Auch Privatdetektiv Jürgen Trovato ist nach Angaben von „Ippen.Media“ zusammen mit einem privaten Suchtrupp in Frankfurt unterwegs, um nach dem verschwundenen Jungen zu suchen. Fünf Teams und sechs Hunde sollen derzeit in Frankfurt im Einsatz sein.
Vermisster Junge: Polizei in Frankfurt findet Schulranzen von Noah (8)
Am Freitag hatte die Polizei einen Schulranzen gefunden. Dabei handele es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den Ranzen des Kindes, sagte ein Polizeisprecher. Der Rucksack sei in der Nähe der Schule gefunden worden. Die Suche nach dem Jungen dauere an. Auch Videoaufzeichnungen aus dem Umfeld der Schule würden gesichtet, hieß es.
Wie die „Hessenschau“ berichtet, seien bereits einige Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, denen nachgegangen werde. Die Polizei hat dabei die Ermittlungen im familiären Umfeld des Jungen intensiviert. Grund seien unter anderem diverse Hinweise, sagte ein Polizeisprecher. Es werde alles abgeprüft, was die Familie betreffe.
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Der Achtjährige war am Mittwochmorgen von einem Fahrdienst zu seiner Schule im Frankfurter Bahnhofsviertel gebracht worden, hat diese nach Erkenntnissen der Polizei aber nicht betreten. Seitdem ist unklar, wo sich der Junge aufhält. Insgesamt beteiligen sich etwa 150 Beamte an der Suche.

Noah wurde am Mittwochmorgen an der Weißfrauenschule in der Gutleutstraße in Frankfurt am Main abgesetzt, tauchte dort aber nicht auf.
© Polizeipräsidium Frankfurt | Polizeipräsidium Frankfurt
Vermisster Noah: Hubschrauber und Wasserschutzpolizei im Einsatz
Die Polizei durchsuchte das Gebäude der Schule mehrfach erfolglos, ebenso bekannte Anlaufstellen des Jungen. Am Donnerstag waren Polizeistreifen im Einsatz, ebenso ein Hubschrauber und die Wasserschutzpolizei. Die Polizei bittet weiter um Hinweise aus der Bevölkerung.
Insgesamt sind rund 150 Polizisten im Einsatz. Neben allen Streifen des Frankfurter Polizeireviers, der Kriminalpolizei und dem hessischen Polizeipräsidium sei auch die Wasserschutzpolizei mit Booten eingebunden. Diese suche den Bereich rund um den Main ab, der sich wenige Hundert Meter von der Schule entfernt befindet.
Videoüberwachung am Frankfurter Bahnhof: Ermittler hoffen auf neue Hinweise
Weitere Hinweise erhoffen sich die Ermittler laut Berichten von der Videoüberwachung am Bahnhof. Man habe zusätzlich Bilder von Noah in die Videoanlage eingespeist, erklärte der Polizeisprecher. Die Hoffnung sei, „dass wir so über die KI-gestützte Software möglicherweise Hinweise auf den Aufenthaltsort des Jungen erlangen“.
Noah R. ist etwa 1,35 Meter groß, hat dunkle kurze Haare und war zuletzt mit einem beigen Pullover, einer hellen Hose sowie einer schwarzen Daunenjacke bekleidet. Zudem trug er eine Pudelmütze.
dpa/fmg