Essen (NRW) – Wenn die Jecken in Essen-Kupferdreh in diesem Jahr ihrem Rosenmontagszug Helau zurufen, dann ist es Sonntag. Aus Sicherheitsgründen wird das Event einen Tag vorverlegt.
Wie der „Merkur“ berichtet, hat die Verlegung auf den Sonntag (15. Februar) einen ernsten Hintergrund: Sicherheit. Um die an Karneval zu gewährleisten, finden die beiden Essener Umzüge in Kupferdreh und Rüttenscheid nicht mehr parallel statt.
Höhere Sicherheitsanforderungen
Auf BILD-Anfrage erklärt eine Sprecherin der Stadt Essen (Nordrhein-Westfalen), dass schon in der Vergangenheit die zeitliche Taktung der beiden Karnevalsumzüge in Rüttenscheid und Kupferdreh an Rosenmontag alle Beteiligten vor Herausforderungen stellte.
„Durch die bundesweit zunehmenden Sicherheitsanforderungen bedarf es umfangreicher Vorbereitungen vor Zugbeginn, insbesondere bei unvorhersehbaren Ereignissen wie der Anschlagsdrohung im vergangenen Jahr. Dies hat zu der gemeinsamen Entscheidung geführt, den Kupferdreher Rosenmontagszug auf den Sonntag vorzuziehen.“
Bundesweit werden an Karneval die Sicherheitsmaßnahmen, besonders bei Umzügen, durch vermehrte Absperrungen, mehr Polizei und Sicherheitspersonal sowie strengere Kontrollen verschärft, um die Sicherheit in Menschenmengen zu erhöhen. Einige Umzüge wurden bereits aus Angst vor Anschlägen abgesagt.
Bombendrohung im vergangenen Jahr
Im vergangenen Jahr hatte eine Bombendrohung den Kupferdreher Rosenmontagszug kurz vor dem Start zum Erliegen gebracht. Die Organisatoren mussten den Umzug absagen – ein Schock für die rund 80.000 Narren, die den bunten Wagen jährlich zujubeln.
Der Veranstalter „Festausschuss Kupferdreher Karneval e. V.“ schreibt auf Facebook: „Diese Entscheidung hat nichts mit den Vorkommnissen im letzten Jahr zu tun, vielmehr wollen wir den Zug so sicher wie möglich gestalten. Das führt dazu, dass personelle Engpässe am Montag es nicht zulassen, zwei Züge an einem Tag rollen zu lassen.“
So läuft der Zug
So startet der Karnevalsumzug am Tulpensonntag um 13.11 Uhr an der Kupferdreher Straße/Ecke Deilbachbrücke und geht bis zur Kupferdreher Straße/Post. Die Zugstrecke fällt deutlich kürzer aus als in den Vorjahren. Außerdem läuft die Tour wegen aktueller Baustellen andersherum.