dpa-AFX &nbsp|&nbsp 16. Januar 2026, 21:18 aufrufe
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RIO DE JANEIRO (dpa-AFX) – EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Brasiliens Rolle beim Abschluss des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur ausdrücklich hervorgehoben. Das Abkommen sei die Errungenschaft „einer ganzen Generation“, an der zahlreiche Verhandlungsführer und ihre Staats- und Regierungschefs mehr als 25 Jahre gearbeitet hätten, sagte von der Leyen bei einer gemeinsamen Erklärung mit Brasiliens Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva in Rio de Janeiro.

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„Aber die politische Führung, das persönliche Engagement und die Leidenschaft, die Sie in den vergangenen Wochen und Monaten gezeigt haben, sind wirklich enorm“, sagte sie an Lula gerichtet. Das Abkommen sende die Botschaft, dass EU und Mercosur gemeinsam einen großen Markt schafften, von dem beide Seiten durch neue Arbeitsplätze profitieren sollten.

Lula bei Vertragsunterzeichnung in Paraguay nicht dabei

An der Vertragsunterzeichnung am Samstag in der paraguayischen Hauptstadt Asunción nehmen von der Leyen, Ratspräsident António Costa, Argentiniens Präsident Javier Milei, Paraguays Staatschef Santiago Peña und der uruguayische Präsident Yamandú Orsi teil. Lula will nicht nach Asunción reisen und wird durch Außenminister Mauro Vieira vertreten.

Die brasilianische Regierung misst dem Treffen in Rio de Janeiro größere politische Bedeutung bei als der formellen Zeremonie zur Unterzeichnung des Abkommens in Asunción. Ziel sei es, die politische Bekanntgabe des Vertrags auf brasilianischem Boden zu verankern und Brasiliens Rolle als zentralen Verhandlungspartner hervorzuheben.

Die neue Freihandelszone mit mehr als 700 Millionen Einwohnern und einer gemeinsamen Wirtschaftsleitung von rund 22 Billionen US-Dollar wird eine der größten weltweit sein. Durch den Abbau von Handelsbarrieren und Zöllen soll der Austausch von Waren und Dienstleistungen zwischen der EU und dem Mercosur angekurbelt werden. Damit ist die neue Freihandelszone auch ein Zeichen gegen die protektionistische Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump./ppz/DP/nas

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