Scott Cooper beleuchtet in „Springsteen: Deliver Me From Nowhere“ ein prägendes Kapitel im Leben einer Rocklegende: 1982 ringt Bruce Springsteen zwischen Erfolg und Depression um sein Album „Nebraska“. Bald könnt ihr den Film im Abo streamen.
Fans von Rocklegende Bruce Springsteen und Liebhaber intensiver Charakterstudien dürfen sich freuen: Das atmosphärische Biopic „Springsteen: Deliver Me From Nowhere“ feiert am 23. Januar 2026 seine Streaming-Premiere auf Disney+. Damit landet der Film fast auf den Tag genau drei Monate nach seinem Kinostart im Abo-Angebot und bringt die intime Entstehungsgeschichte eines der bedeutendsten Alben der Musikgeschichte direkt ins heimische Wohnzimmer.
In der Hauptrolle brilliert Jeremy Allen White, der spätestens seit seinem Erfolg mit der Serie „The Bear“ nicht nur nach Meinung der Autorin dieser Zeilen einer der besten Schauspieler seiner Generation ist.
„Springsteen: Deliver Me From Nowhere“ bei Disney+*
Das ist „Springsteen: Deliver Me From Nowhere“
1982: Bruce Springsteen (White) ist mit Anfang 30 eigentlich auf dem besten Weg, den Rock-Olymp zu besteigen. Er ist schon ein gefeierter Rockmusiker, die Massen liegen ihm zu Füßen, das nächste Album dürfte ihn laut allen Prognosen endgültig zum Superstar machen. Doch hinter der Fassade brodelt es. Springsteen kämpft mit schweren Depressionen und seinen inneren Dämonen.
Anstatt den nächsten großen Stadion-Kracher zu produzieren, zieht er sich radikal zurück. Mit nichts weiter als einem simplen Vierspurrekorder schließt er sich in seinem Schlafzimmer ein. Das Ziel: Die eigenen Dämonen in Musik zu verwandeln. Das Ergebnis ist „Nebraska“ – ein düsteres, karges und zutiefst ehrliches Album, das selbst sein engstes Umfeld, darunter Manager Jon Landau (Jeremy Strong) und Toningenieur Mike Batlan (Paul Walter Hauser), zunächst vor Rätsel stellt.
Intimes Porträt statt klassischer Starkult
Regisseur und Drehbuchautor Scott Cooper („Crazy Heart“) verzichtet bewusst auf die üblichen Biopic-Klischees. Anstatt die gesamte Lebensgeschichte abzuhandeln, konzentriert er sich auf diesen einen, entscheidenden Wendepunkt. Der Film zeigt einen zerrissenen Künstler, der am Vorabend seines endgültigen weltweiten Durchbruchs darum ringt, den Druck des Ruhms mit seiner inneren Leere in Einklang zu bringen.
In der Fachwelt und beim Publikum stößt Coopers Biopic bisher auf ein positives Echo. Während Kritiker auf Plattformen wie Rotten Tomatoes mit 60 Prozent positiven Stimmen ein eher solides Bild zeichnen, zeigt sich das Publikum mit einem Score von 82 Prozent deutlich enthusiastischer.
Unser FILMSTARTS-Autor Björn Becher vergibt gute 3,5 von 5 Sternen und lobt in seiner Kritik den Mut zur Lücke: Anstatt ein klassisches, alles umfassendes Biopic abzuliefern, konzentriere sich der Film auf ein kurzes und düsteres, aber prägendes Kapitel, das den Menschen hinter der Rocklegende greifbar mache. Neben den atmosphärischen Musikszenen sind es in erster Linie die schauspielerischen Leistungen von Jeremy Allen White und Jeremy Strong, die „Springsteen: Deliver Me From Nowhere“ zu einem sehenswerten Film machen.
Welche Filme und Serien es im Januar 2026 noch auf Disney+ & Co. zu streamen gibt, lest ihr im nachfolgenden Artikel:
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