
Die Defensive des Karlsruher SC ist vor dem Zweitliga-Start nach der Winterpause in Münster stark ausgedünnt. Für Optimismus sorgen dagegen Offensiv-Rückkehrer.
Die Defensive des Karlsruher SC ist vor dem Zweitliga-Start nach der Winterpause in Münster stark ausgedünnt. Für Optimismus sorgen dagegen Offensiv-Rückkehrer.
Angesichts der erheblichen Personalprobleme in der Defensive ist Trainer Christian Eichner beim Karlsruher SC zum Rückrundenauftakt in der 2. Fußball-Bundesliga zur Improvisation gezwungen. Neben dem einzigen verbliebenen gesetzten Innenverteidiger Marcel Franke soll am Samstag bei Preußen Münster (13:00 Uhr, live im Audiostream auf sportschau.de) Außenverteidiger-Youngster Paul Scholl die Lücke in der zentralen Defensive füllen.
„Wir haben auf der Innenverteidigerposition schon einen großen Aderlass“, räumte Eichner ein. Weitere Optionen sind Außenverteidiger David Herold, Mittelfeldspieler Meiko Wäschenbach oder U23-Spieler Jassin Manai. Verzichten muss KSC-Coach Eichner neben dem langfristig verletzten Marcel Beifus (Knie-OP) auch auf Nikolai Rapp (Sprunggelenks-OP) und Christoph Kobald (Wadenzerrung).
Die Ausfälle wiegen auch deswegen schwer, weil zu viele Gegentore und Fehler in der Abwehr vor Weihnachten ohnehin ein Problem der Badener waren. Wegen der Ausfälle läuft auch die Suche nach Verstärkung in dieser Winter-Transferperiode. „Gründlichkeit vor Schnelligkeit“, so Eichner weiter.
Karlsruher SC leiht Stephan Ambrosius bis Saisonende aus
Einen ersten Innenverteidiger hat der KSC bereits gefunden und leiht Stephan Ambrosius vom FC St. Gallen bis Saisonende aus. Eine Kaufoption soll es auch geben. „Stephan ist ein echter Wettkämpfer und für uns eine Ideallösung in der aktuellen Situation“, sagte Mario Eggimann, Geschäftsführer Sport, zum Transfer: „Er kennt den KSC, das Trainerteam und hat schon mit einigen Jungs aus dem aktuellen Kader zusammengespielt. Er befindet sich in einer guten Verfassung und benötigt somit keine lange Anlaufzeit.“ Der 27-Jährige läuft somit nach der Saison 2022/23 zum zweiten Mal für den Club auf.
Rückkehrer in der Offensive machen KSC Hoffnung
In der Offensive gibt es dagegen positive Nachrichten. Lilian Egloff und Louey Ben Farhat kehren nach ihren Verletzungen in den Kader zurück. „Das ist schon ein Qualitätszuwachs in vielen Bereichen für die Gruppe“, sagte Eichner über das Duo, das „Li & Lou“ genannt wird. Beiden fehle aber noch Wettkampfpraxis, mahnte Eichner.
Nach einer intensiven, vor allem technisch-taktisch geprägten Vorbereitung, hofft der KSC-Coach auf einen erfolgreichen Start. Preußen Münster sei „eine sehr spielstarke Mannschaft“. Sein Team wolle an die positiven Ansätze aus dem 2:2 in Bochum vor der Winterpause anknüpfen. „Dann traue ich uns schon zu, das Spiel erfolgreich zu bestreiten“, sagte Eichner.