Nach dem Unentschieden in Bremen ist die Stimmung bei Eintracht Frankfurt im Keller. Von den Verantwortlichen und Spielern kommen deutliche Worte.
Dino Toppmöller im Spiel gegen Bremen
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Nach dem 3:3 bei Werder Bremen hängt der Haussegen bei Eintracht Frankfurt schief. Sowohl Spieler als auch die Verantwortlichen wählen deutliche Worte.
Markus Krösche: „Es sind immer wieder die gleichen Fehler. Wir sind im Ballbesitz viel zu hektisch, haben keine Struktur. Ich kann mich überhaupt nicht über das 3:3 freuen, es ist glücklich zustande gekommen. Wir können nicht immer wieder die gleichen Fehler machen. Wir stehen immer wieder hier und sagen, dass wir zu einfache Fehler machen und zu viele Gegentore bekommen. Und trotzdem verändert sich nichts. So können wir einfach nicht auftreten. Wir sind Eintracht Frankfurt und wir haben einen Anspruch an uns selber, wie wir Fußball spielen wollen, sowohl mit als auch gegen den Ball. Und das war heute nicht, wie wir unsere Mannschaft und Eintracht Frankfurt repräsentieren wollen.
Zur Zukunft von Trainer Dino Toppmöller: „Wir besprechen das jetzt. Wir müssen die Themen angehen und sehen, dass wir solche Leistungen nie wieder zeigen.“
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Dino Topmöller: „Es sind zwei verlorene Punkte. Wir hatten einen super Start ins Spiel und eine gute Aktivität im Anlaufen. Dann treffen wir eine falsche Entscheidung, als beide Außenverteidiger rausgehen. Da waren die Schnittstellen zu groß, das ist dann zu einfach. Wir gehen nach der Pause durch gutes Anlaufen wieder in Führung. Wenn du hier 2:1 führst, dann solltest du den Sack zumachen. Das haben wir nicht gemacht. Dann kassieren wir einen Standard, wollen wieder nach vorne und kriegen dann ein Copy-Paste-Tor zum 2:3. Am Ende zeigt die Mannschaft wieder eine brutal gute Moral. Aber freuen tun wir uns über den Punkt nicht.“
Ansgar Knauff: „Das sind zwei verlorene Punkte. Wir wollten das Spiel heute unbedingt gewinnen. Wir haben gegen Dortmund und Stuttgart viele Dinge gut gemacht, aber nur einen Punkt geholt, weil wir zu einfache Gegentore bekommen haben. Das ist uns heute leider wieder passiert und wir kriegen wieder drei Gegentore. Wir lassen die Chancen zu leicht zu, Bremen hatte noch zwei, drei Chancen mehr. Wir haben drei Spiele in diesem Jahr gespielt und neun Gegentore bekommen. Das müssen wir schnell abstellen, sonst haben wir keine Chance, oben dranzubleiben.“
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Justin Njinmah (Werder Bremen): „Wenn du bis zur letzten Sekunde führst, dann fühlt sich das wie eine Niederlage an. Vor allem, weil wir ein gutes Spiel gemacht haben. Wir wussten, dass definitiv ein Sieg drin ist. Wenn man ehrlich ist, haben wir am Ende alle den Sieg schon eingeplant, weil wir die bessere Mannschaft waren. Dass wir dann so ein Eiertor kassieren in der letzten Sekunde, ist enorm bitter.“
Sendung:
hessenschau.de, Eintracht-Remis in Bremen,
16.01.26, 22:42 Uhr
Quelle: hessenschau.de