In der Nacht zum 3. Januar 2026 führten die USA einen großangelegten Angriff auf Venezuela durch. Nach Angaben der venezolanischen Regierung kamen dabei sowohl Soldaten als auch Zivilisten ums Leben. Zudem sollen Präsident Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores gefangengenommen und außer Landes gebracht worden sein.
In den sozialen Medien kursieren derzeit mehrere Bilder zu diesen Ereignissen. Eines davon soll zeigen, wie Maduro von US-Einheiten abgeführt wird. Die Frage ist: Handelt es sich dabei um ein echtes Foto oder um eine Manipulation?
Bewertung
Das Bild zeigt nicht die tatsächliche Gefangennahme von Nicolás Maduro. Es wurde mithilfe der Künstlichen Intelligenz von Google erstellt.
Fakten
Am 3. Januar veröffentlichte Donald Trump ein Foto, das den gefangengenommenen Maduro in einem grauen Jogginganzug an Bord des US-Kriegsschiffs Iwo Jima zeigen soll. Auf dem anderen, viral verbreiteten Bild trägt Maduro hingegen ein weißes Hemd und eine anzugartige Jacke – ein Widerspruch, der Zweifel an dessen Echtheit aufkommen lässt.
Auf Nachfrage zur Urheberschaft des Bildes teilte Googles KI „Gemini“ mit, dass „der größte Teil oder das gesamte Bild mit Google KI generiert wurde“. Google versieht KI-generierte Bilder mit einem unsichtbaren digitalen Wasserzeichen, wodurch diese Inhalte laut dem Unternehmen transparent identifizierbar sind. Das Wasserzeichen ist so konzipiert, dass es auch nach Bearbeitungen wie Zuschneiden oder dem Hinzufügen von Filtern erhalten bleibt.
Darüber hinaus berichten verschiedene Quellen, dass Maduro von US-Eliteeinheiten festgenommen worden sei – und nicht, wie es der Aufnäher auf der Uniform eines Bewaffneten auf dem gefälschten Bild nahelegt, von der US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA.
Bei seiner Ankunft in New York zur ersten Anhörung vor Gericht am 5. Januar wurde Maduro allerdings tatsächlich von DEA-Beamten eskortiert, wie Pressefotos belegen. Deren Uniformen unterscheiden sich jedoch deutlich von jener auf dem gefälschten Bild.
Aktualisierung
Die Informationen über die Uniformen im letzten Absatz wurden präzisiert.
(Stand: 5.1.2026)
Recherche vertiefen? Hier geht´s zu den Links
Haben auch Sie einen Sachverhalt, den man einmal unter die Lupe nehmen sollte? Ein Foto, Video oder eine Aussage, die geprüft werden sollte? Dann freuen wir uns über Ihre Nachricht an die dpa-Faktenchecker unter 0160 3476409 via WhatsApp (Keine Gewähr für die Bearbeitung).
Transparenzhinweis
Das Projekt „Augsburg checkt‘s“ erfolgt in gemeinsamer Zusammenarbeit der Stadt Augsburg, den Stadtwerken Augsburg, der Augsburger Allgemeinen und der Deutschen Presseagentur. Stadt und Stadtwerke stellen Gebäude, Liegenschaften sowie Fahrzeuge für die Initiative zur Verfügung. Auf Inhalte haben sie keinen Einfluss. Die Faktenchecks wurden von der Deutschen Presseagentur recherchiert und werden über die Augsburger Allgemeine publiziert.
-
Nicolás Maduro
Icon Haken im Kreis gesetzt
Icon Plus im Kreis
-
Manipulation
Icon Haken im Kreis gesetzt
Icon Plus im Kreis
-
Google Inc.
Icon Haken im Kreis gesetzt
Icon Plus im Kreis