Er ist in Braunschweig geboren, machte an der Oker seine ersten Schritte mit Fuß am Ball – heute blickt er bereits auf eine beachtliche Karriere als Profi zurück. Für Eintracht Braunschweig aber hat Robin Knoche noch nie gespielt. Eigentlich erstaunlich – denn das würde nur zu gut passen.
Kommt jetzt zusammen, was zusammengehört? Knoche ist beim 1. FC Nürnberg nicht mehr glücklich. Trotz Kapitänsamt schmort er meist nur auf der Bank, denkt über einen Winter-Abschied nach. Könnte der verlorene Sohn nach Braunschweig zurückkehren?
Eintracht Braunschweig: Robin Knoche zurück in die Heimat?
Mit zarten vier Jahren trat er im Braunschweiger Lamme erstmals gegen den Ball. Mit zehn Jahren ging es zu Olympia Braunschweig. Der nächste logische Schritt wäre der Wechsel in die Jugend von Eintracht Braunschweig gewesen – doch Robin Knoche entschied sich für das NLZ des VfL Wolfsburg. Dort wurde er ausgebildet, dort wurde er zum Profi, absolvierte für die „Wölfe“ stolze 226 Profi-Spiele in Bundesliga, DFB-Pokal, Europa League, sogar Champions League. In seine Geburtsstadt kehrte er nur noch als BTSV-Gegner zurück.
Nach acht Jahren als VfL-Profi landete er über Union Berlin im Sommer 2024 beim 1. FC Nürnberg. Dort wurde er noch vor seinem Debüt zum Kapitän ernannt, fehlte in seiner ersten Saison für den FCN in kaum einer Minute auf dem Platz. Auch 2025/26 startete er als Stammspieler – doch sein Lauf fand ein jähes Ende. Nach drei verkorksten ersten Spielen stellte Miroslav Klose das System um und setzte ihn auf die Bank. Und dort schmort Knoche seither. Nur zwei Spiele über eine nennenswerte Distanz bekam er seither. Die meisten Spiele sieht er von außen, darf höchstens für die letzten zehn Minuten ran. Kein Zustand für den Abwehrchef, der spielen und Verantwortung übernehmen will. „Es ist einfach nur frustrierend“, sagte er im Winter in aller Deutlichkeit.
Tiefschlag von Miroslav Klose
Seine Konkurrenten Fabio Gruber und Luka Lotschoshwili „sind einfach besser, und das ist einfach Fakt“, diese Aussage von Klose dürfte sich für Robin Knoche angefühlt haben wie ein Tritt in die Weichteile. Spätestens zu diesem Zeitpunkt dürfte sich der inzwischen 33-Jährige Gedanken über seine Zukunft gemacht haben. Ein Blitz-Abschied im Winter rückt trotz Kapitänsbinde immer näher. Und hier kommt Eintracht Braunschweig ins Spiel.
Mehrfach hatte Knoche in seiner langen Karriere bereits durchklingen lassen, dass er sich durchaus vorstellen kann, irgendwann noch einmal das blaugelbe Trikot seiner Heimatstadt überzustreifen. Die Stadt, in der seine Familie bis heute lebt und zu der er nicht nur deshalb eine ganz besondere Beziehung hat. Jetzt bietet sich dem BTSV die Chance, den verlorenen Sohn zurückzuholen. Als Innenverteidiger mit satter Erfahrung und noch immer erwiesenem Zweitliga-Niveau könnte er den „Löwen“ fraglos weiterhelfen. Und als 33-jähriger Reservist mit auslaufendem Vertrag dürfte auch das liebe Geld einem Deal nicht im Weg stehen.
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