Der Start ins Jahr 2026 ist dem KSC richtig gut gelungen. Mit einem 2:0 Sieg in Münster konnten die Badener das Punktekonto auf stolze 25 Zähler aufstocken. Zudem wurde eine Sieglosserie von sechs Partien beendet.
Nach mäßiger erster Halbzeit, erarbeiteten die Bau Weißen den Dreier nach dem Seitenwechsel. Zwei Standards wurden vom KSC-Team zu zwei Treffern genutzt. Fast logisch, dass es Kapitän Marvin Wanitzek war, der die ruhenden Bälle ins Preußen Netz ballerte. Erst einen Freistoß, dann einen Elfmeter.
Eichner reagiert in der Halbzeit
Trainer Christian Eichner reagierte in der Halbzeit auf die dürftige Darbietung seiner Mannschaft: Personell, indem er Andreas Müller für Maiko Wäschenbach brachte, taktisch, indem er auf ein flaches 4:4:2 umstellte, weg von der Raute ging. Müller sorgte im defensiven Mittelfeld für Stabilität. „In der zweiten Halbzeit tat uns gut, mit zwei Sechsern zu spielen,“ so Matchwinner Wanitzek nach dem Schlusspfiff.
Später kam Lilian Egloff ins Spiel – der bereitete die KSC-Tore mit vor. Egloff war ein Game-Changer. Trainer Christian Eichner sah das ebenso: „Mir war klar: Wenn einige Spieler zurückkommen, dann sind wir in der Lage, egal wo – egal gegen wen, Spiele zu gewinnen.“ Eichner hatte mit den Wechseln ein glückliches Händchen. Der auch eingewechselte Rafael Pinto Pedrosa holte den Elfmeter raus, der zum 2:0 für den KSC führte.
Eichner strahlte, blieb aber cool. Das Trainerteam habe „ein enges Band zur Mannschaft, da kommt relativ wenig dazwischen. Wir haben der Mannschaft vertraut, haben ihr Stärke gegeben.“ Dann, trotz Auswärtssieg: Der Tritt auf die Euphorie-Bremse: „Aber: es sind nur drei Punkte. Wir sollten normal bleiben.“
Doppeltorschütze Wanitzek zeigt sich glücklich
Auch der Doppeltorschütze Wanitzek war nach dem ersten Dreier nach sechs sieglosen Spielen glücklich: „Wichtig war, dass wir nach den letzten Wochen, die nicht einfach waren, noch enger zusammengerückt sind. Es war ein super Trainingslager. Hier als Sieger vom Platz zu gehen, tut einfach gut. Es war ein erster Schritt, wir wissen es war nicht alles perfekt“, trat auch „Wanne“ die Euphorie-Bremse. In der ersten Halbzeit sei man im Offensivbereich zu verkrampft gewesen, dann platze der Knoten: „Trainerteam, Staff und den Spielern ein großes Kompliment nach den schwierigen letzten Wochen. Eine Heimfahrt mit drei Punkten im Gepäck, toll. Das ist es, was zählt.“ Besonders wichtig war für den KSC-Kapitän, „dass wir in den schwierigen Phasen der ersten Halbzeit die Null gehalten haben.“
Zäher Einstieg gegen die Münsteraner
Anfangs spiegelte der KSC das Münsteraner System, agierte auch mit Raute im Mittelfeld. Erstmals Gefahr für die Karlsruher in der 5. Minute, als ein Schuss von Yassine Bouchama abgefälscht wurde und knapp am Gehäuse der Blau Weißen vorbeiflog.
Nach einer Viertelstunde hatten die Karlsruher nur 32 Prozent Ballbesitz und: Noch keine Torgefahr ausgestrahlt. Aber: Münster hatte kaum Chancen. Dann ein Fehlpass von David Herold. Die Münsteraner machten das Spiel schnell. Plötzlich stand Zidan Sertdemir völlig frei – zielte neben das KSC-Gehäuse. Die Hausherren bestimmten die Partie, hatten Chancen – und der KSC blieb weiter ohne Torgefahr, lief meist hinterher. Nach ruhigem, souveränen Beginn gerieten die Fächerstädter immer mehr unter Druck. Nach vorne: zu zögerlich, es fehlte Zielstrebigkeit.
In Minute 32 – Schuss von Preußen Kapitän Jorrit Hendrix, KSC-Keeper Hans Christian Bernat parierte prächtig. Auch bei Standards schafften es die Badener in dieser Phase nicht, Torgefahr zu erzeugen. Zudem unterliefen dem KSC zu viele Abspielfehler. Den Karlsruhern gelang es nicht, das Zentrum zu schließen. Startelfdebütant Meiko Wäschenbach war unsichtbar. Glück, dass das Team nicht in Rückstand geriet.
Zweites Tor in der 88. Minute
Nach dem Seitenwechsel Glück, dass die Münsteraner Führung nicht anerkannt wurde, weil es zuvor ein Foul an Bernat gab (55.). Die Karlsruher strahlten keine Dominanz aus. Dann, nach rund einer Stunde: Mehr Ballsicherheit, höhere Passgenauigkeit und daraus resultierte, dass die Badener torgefährlicher wurden. Auch das Zentrum im Mittelfeld war nicht mehr so offen. Die Umstellung, weg von der Raute war die richtige Reaktion.
Nach einem Fehler der Preußen musste Abwehrchef Paul Jäckel nach einer Notbremse vom Feld. Den Freistoß zirkelte Kapitän Marvin Wanitzek zum 0:1 ins Netz (79).
Die Blau Weißen hatten jetzt alles im Griff, die Joker stachen, die Leistungssteigerung des KSC wurde belohnt. Wurden die Preußen gefährlich – dann war Bernat da.
Die Gastgeber warfen alles nach vorne. Der KSC konterte. Egloff passte auf Pinto Pedrosa. Der wurde gefoult. Elfmeter. Diese Chance ließ sich Wanitzek nicht nehmen. 0:2 (88.). Die schlimme Serie von zuvor sechs sieglosen Spiele war beendet.
Peter Putzing
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