HSV-Akteur Nicolas Capaldo

AUDIO: Keine Tore im Volkspark: HSV und Gladbach trennen sich 0:0 (1 Min)

Stand: 17.01.2026 17:41 Uhr

Der HSV hat in der Fußball-Bundesliga einen Befreiungsschlag im Tabellenkeller verpasst. Die Hamburger kamen am Sonnabend im Volksparkstadion gegen Borussia Mönchengladbach trotz einer Vielzahl guter Chancen nicht über ein torloses Remis hinaus.

von Tobias Knaack

Das Team von Trainer Merlin Polzin war nach der kurzfristigen Absage des Heimspiels gegen Leverkusen am Dienstag hochmotiviert – und bot über weite Strecken der Begegnung gegen allerdings auch ziemlich biedere Borussen einen dominanten Auftritt. Der HSV war bissig in den Zweikämpfen, lief viel und bot mitunter schöne Spielzüge.

Speziell im ersten Durchgang aber ließen die Hamburger teils beste Gelegenheiten ungenutzt und verpassten es so, sich zusätzliches Selbstvertrauen vor dem Stadtderby zu holen. Das steigt am Freitag beim FC St. Pauli (20.30 Uhr, im NDR Livecenter).

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HSV belohnt sich nicht für starken Beginn…

Es dauerte keine vier Minuten, da hätten die Hamburger in Führung gehen können, ja vielleicht sogar müssen. Ransford-Yeboah Königsdörffer zog aus halbrechter Position im Strafraum ab. Borussen-Keeper Moritz Nicolas parierte stark zur Seite, wo Damion Downs nur noch hätte einschieben müssen. Der Neuzugang rutschte allerdings weg und verpasste so den freien Ball.

HSV-Stürmer Damion Downs (l.) und Gladbachs Nico Elvedi

Neuzugang Damion Downs (r.) stand kurz vor seinem HSV-Premierentreffer.

Das Polzin-Team spielte eine starke Anfangsphase, belohnte sich aber nicht: Königsdörffer verfehlte eine Hereingabe von Fabio Vieira hauchzart (13.), Nicolas Capaldo scheiterte nach einem schönen Steckpass von Downs ebenso an Nicolas (19.) wie Nicolai Remberg (25.), und Miro Muheim traf den Ball nur Sekunden später aus elf Metern nicht richtig.

…und hat plötzlich zweimal Glück

Der HSV hatte nach nicht einmal 30 Minuten 13 Abschlüsse – und plötzlich zweimal Glück. Denn erst drosch Gladbach-Stürmer Haris Tabakovic den Ball links am Fünfmeterraum über die Latte (27.), dann trudelte ein Ball nach einem Capaldo-Klärungsversuch nur wenige Zentimeter am eigenen Tor vorbei (38.).

Trotz der zwei Schreckmomente: Aus Sicht der „Rothosen“ war es angesichts des dominanten Auftritts bitter, dass es torlos in die Kabinen ging. Und das Polzin-Team machte sich nach Wiederbeginn gleich wieder daran, den Bann zu brechen. Doch Mittelfeldregisseur Vieira war der nächste, der in aussichtsreichen Positionen verzog (54. und 57.).

Weitere Chancen, aber keine Tore

Die bis dahin größte Chance des zweiten Durchgangs aber vergab Downs vom rechten Fünfmetereck. Sein Kopfballaufsetzer nach einer Flanke von Jean-Luc Dompé geriet zu drucklos (58.). Je länger die Partie ging, desto mehr schienen die Hamburger, ihrem hohen Tempo Tribut zollen zu müssen.

Die im zweiten Abschnitt zumindest defensiv etwas sortierteren Gäste schafften es nun immer besser, die „Rothosen“ von ihrem Tor fernzuhalten. In der Schlussphase erhöhte der HSV allerdings noch mal das Tempo und der eingewechselte Alexander Rössing-Lelesiit hatte in der Nachspielzeit noch einen strammen Schuss, doch Nicolas parierte auch den im kurzen Eck (90.+1) – und wenig später war Schluss.

18. Spieltag, 17.01.2026 15:30 Uhr

Heuer Fernandes – Capaldo (67. Gotscholeischwili), L. Vuskovic, Torunarigha – Jatta (85. Ramos), Remberg, Muheim – Fábio Vieira – Königsdörffer (67. Philippe), Downs (79. Glatzel), Dompé (80. Rössing-Lelesiit)

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Nicolas – Sander, N. Elvedi, Diks (88. Takai) – Scally, Y. Engelhardt, Netz – Reitz, Neuhaus (69. Reyna) – Honorat (69. Castrop), Tabakovic (90.+2 Machino)

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Weitere Daten zum Spiel