In Berlin haben rund 60 Organisationen des Bündnisses „Wir haben es satt!“ für eine gemeinwohlorientierte Agrarpolitik demonstriert. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich etwa 8.000 Menschen an der Kundgebung vor dem Brandenburger Tor und einem anschließenden Demonstrationszug durch Berlin-Mitte, begleitet von rund 45 Traktoren. Die Polizei sprach von 2.500 Teilnehmenden. Anlass der Proteste ist auch die derzeit in Berlin stattfindende Agrarmesse Grüne Woche.
Unter dem Motto „Haltung zeigen! Für eine zukunftsfähige Landwirtschaft weltweit“ fordert das Bündnis eine stärker biologisch-ökologisch ausgerichtete Agrarpolitik. Kritik richtete sich auch gegen das geplante Handelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten, das nach Ansicht der Organisatoren den Preisdruck auf Bäuerinnen und Bauern in Europa und Südamerika verschärft.
Globale Auswirkungen der deutschen Agrarpolitik
Vertreterinnen zivilgesellschaftlicher Organisationen wie dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) oder Brot für die Welt betonten die Notwendigkeit, Umweltschutz und existenzsichernde Einkommen für Landwirte miteinander zu verbinden. Zudem verwiesen Rednerinnen auf globale Auswirkungen der deutschen Agrarpolitik, insbesondere für Länder des Globalen Südens, in denen ökologische und soziale Kosten der Lebensmittelproduktion anfielen.
Thematisiert wurden außerdem soziale Fragen wie Armut und Ernährungssicherheit. So kritisierten die Protestierenden, dass Menschen mit geringem Einkommen sich eine gesunde Ernährung kaum leisten könnten. Auf Transparenten forderten Demonstrierende unter anderem eine Abkehr von industrieller Landwirtschaft und mehr Unterstützung für bäuerliche Betriebe.
Mercosur-Abkommen
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Zu spät, zu halbherzig
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