In dieser Partie sollte in dieser Saison wohl kein Treffer fallen: Gladbach kam beim Hamburger SV zu einem glücklichen 0:0. Bereits das Hinspiel im Borussia-Park zum Saisonauftakt war ohne Tore ausgegangen. Für die Borussia war es insgesamt schon die 4. Nullnummer der Saison.
Der HSV war vor allem zu Beginn turmhoch überlegen, scheiterte aber an der eigenen Chancenverwertung. Gladbach wollte nach dem 1:5 am Mittwoch in Hoffenheim eine Reaktion zeigen, vor allem besser in die Partie starten. Das klappte allerdings nicht – nach 25 Minuten hatte der HSV 13:0 Torschüsse …
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Hamburg dominierte nach Belieben. Königsdörffer setzte sich gegen Diks durch, Nicolas parierte. Den Abpraller knallte Dompé an den Außenpfosten (4.). Capaldo vergab nach schöner Kombination über Vieira und Downs aus elf Metern (19.). Nach 26 Minuten hatte Borussia durch Tabakovic aus spitzem Winkel den ersten Torschuss – der aber neben die Kiste flog.
Immerhin – nach der Pause steigerten sich die Fohlen ein wenig. Klare Torchancen blieben aber aus. Weil die Mannschaft die wenigen Konterchancen nicht konsequent ausspielte. Rocco Reitz bei „Sky“: „Für uns ist es ein bisschen schade, weil wir mehrere Situationen hatten, wo wir zu unsauber sind. Entweder kam die Flanke nicht, oder der letzte Steckpass kam nicht.” Die Statistiken am Ende: 26:6 Torschüsse für die Gastgeber, 12:0 Schüsse aufs Tor – aber eben keine Tore.
Schiedsrichter ermahnte die Balljungen
Vor dem Anpfiff hatte ein Plakat der Heim-Fans für Aufsehen. Die Botschaft unmissverständlich. „Ob Block oder Vorstandsflur: kein Platz für Übergriffe in unserem Verein – Solidarität mit allen betroffenen HSV-Mitarbeiterinnen”. Hintergrund: die Trennung von Sport-Vorstand Stefan Kuntz.
Und nach dem Seitenwechsel gab es auch noch eine kuriose Szene: Schiedsrichter Robert Schröder läuft zu den Hamburger Balljungen hinter dem Gladbach-Tor. Scheinbar lassen sie sich zu viel Zeit dabei, den Fohlen-Spielern die Bälle zu geben. Das hatten zuvor Keeper Nicolas und Verteidiger Diks mehrfach beanstandet.