Rebels-Keeper Nick Vieregge (Mitte) konnte trotz starker Leistung die deutliche Niederlage in Selb nicht verhindern. Foto: Archiv/Günter Bergmann
Gegen den DEL-2-Absteiger ist der Stuttgarter Eishockey-Oberligist teils überfordert. Bei der deutliche 1:6-Niederlage gegen die Selber Wölfe muss der Neuzugang weiter zuschauen.
Die Stuttgart Rebels haben am Freitagabend bei den Selber Wölfen eine herbe Niederlage einstecken müssen. Nach zuletzt drei Auswärtssiegen in Folge verlor der Eishockey-Oberligist beim DEL-2-Absteiger mit 1:6 (1:3, 0:2, 0:1). „Sie haben zu 100 Prozent verdient gewonnen“, sagt der Sportliche Leiter Matt Pistilli.
Gegen die von Beginn an konsequent aufspielenden Selber Wölfe konnte das Team von Trainer Jan Melichar vor 1600 Zuschauern in der Netzsch-Arena ihre bisherige Auswärtsstärke nicht aufs Eis bringen. Bereits in der sechsten Minute musste Rebels-Schlussmann Nick Vieregge das erste Mal hinter sich greifen. Fabjon Kuqi traf im Nachsetzen für die Gastgeber. Doch Jayden Lammel sorgte nur knapp eine Minute später für einen kurzen Hoffnungsschimmer. Nach schöner Vorarbeit von Alex Blais und Nico Geidl erzielte der Angreifer aus dem Nichts den Ausgleich. Der kurze Hoffnungsschimmer erlosch jedoch schnell. Erneut Kuqi stellte nach einem sehenswerten Spielzug über Erik Nemec und Marlce Tabert die Selber Führung wieder her. Christopher Schutz erhöhte noch im ersten Abschnitt auf 3:1. „Unser Passspiel war nicht so gut, weshalb wir über das ganze Spiel zu viele Turnover kassiert haben“, ärgert sich der Sportliche Leiter.
Mit zwei Treffern in Überzahl von Tom Pauker und erneut Schutz zogen die Gastgeber bereits im Mitteldrittel davon. Philip Rubin setzte dann den Schlusspunkt im letzten Drittel. „Wir haben gegen eine Topmannschaft gespielt, die ein Topspiel gemacht hat“, berichtet Pistilli. Nur ein Rebels-Akteur habe ebenfalls eine Topleistung gebracht: Keeper Vieregge. Ohne ihn geht es 19:1 aus“, sagt Pistilli. Von 38 Schüssen auf sein Gehäuse parierte der 23-Jährige 32.
Während Kapitän Dane Montgomery nach seiner Oberkörperverletzung für die Partie wieder fit war, musste Neuzugang Elvis Gorontzy-Slack erneut zuschauen. Nach seiner Knieverletzung in der Sommervorbereitung gaben die Ärzte in Deutschland noch kein grünes Licht für den Kanadier. „Wir hoffen, dass er nächste Woche einsatzbereit ist“, sagt Pistilli.
Erst Heimspiel gegen Riessersee, dann auswärts in Höchstadt
Am Sonntagabend empfangen die Rebels den SC Riessersee. Bereits am Dienstag geht es für das Team von der Waldau weiter mit dem Auswärtsspiel in Höchstadt.
Statistik zum Spiel
Statistik zum Spiel
Tore:
1:0 Kuqi (05:14), 1:1 Lammel (06:31), 2:1 Kuqi (08:07), 3:1 Schutz (09:15), 4:1 Pauker (21:41/Powerplay), 5:1 Schutz (33:06/Powerplay), 6:1 Rubin (43:37)
Zeitstrafen:
Selb 6 Minuten/Stuttgart 12 Minuten
Zuschauer:
1631