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In Castrop-Rauxel ist am Mittwochabend eine 17-Jähriger nach einer mutmaßlichen Gewalttat gestorben. Polizei und Mordkommission ermitteln, viele Fragen sind offen.
Update vom 16. Januar, 13:20 Uhr: Die 17-Jährige hat in ihrer polizeilichen Vernehmung ausgesagt, den gleichaltrigen verstorbenen Jugendlichen nach einem sexuellen Übergriff mit einem spitzen Gegenstand verletzt zu haben. Das berichtete die Polizei in einer Pressemitteilung. Der 17-Jährige verstarb später an den Verletzungen. Die Jugendliche war noch am Abend des 14. Januar 2026 in Castrop-Rauxel festgenommen worden.
Ein Leichenwagen transportierte den leblosen Körper des Jungen gegen 3.30 Uhr ab. © News417-Jährige in Castrop-Rauxel revidiert Aussagen in Verhörung
Die 17-Jährige „hat in ihrer Vernehmung, die am gestrigen Nachmittag bis in den Abend im Beisein eines Rechtsanwaltes durchgeführt wurde, eingeräumt, dass sie zunächst auch gegenüber ihren Eltern aus Angst vor diesen falsche Angaben gemacht habe“, so teilt die Polizei mit. Sowohl die neuen Angaben in der Vernehmung als auch die Auswertung der Spuren weisen laut den Beamten darauf hin, dass sich der Tatort auf der Terrasse eines leerstehenden Gebäudes an der Wartburgstraße in Castrop-Rauxel befand. Die 17-Jährige hatte zuvor behauptet, dass sie auf dem Weg zur Fahrschule gewesen sei.
Der Tatort lag in unmittelbarer Nähe zu dem späteren Auffindeort des Verstorbenen. Dort hatte sich die 17-Jährige mit dem ihr bekannten 17-Jährigen nach ihren Angaben freiwillig getroffen, schreibt die Polizei weiter. Beide kannten sich demnach und hatten bereits im Vorfeld Kontakte.
Sexueller Übergriff soll zu tödlicher Gewalt in Castrop-Rauxel geführt haben
„Bei dem Treffen sei es nach den weiteren Angaben der Beschuldigten zu einem sexuellen Übergriff des 17-Jährigen gekommen. Dieser habe versucht, gegen ihren Willen den Geschlechtsverkehr mit ihr zu vollziehen“, teilt die Polizei mit. Die Jugendliche habe dem 17-jährigen mehrfach zu verstehen gegeben, dass sie mit seinen Handlungen nicht einverstanden sei, wird mitgeteilt.
Sie habe sich demnach zuerst mit ihren Händen, dann mit Pfefferspray und schließlich mit einem spitzen Gegenstand, den sie vor Ort habe ergreifen können, gewehrt, berichtet die Polizei. Sie habe ohne Tötungsvorsatz in Richtung des später Verstorbenen gestochen und sei anschließend zu ihrer Wohnanschrift gelaufen. Die 17-Jährige wurde nach Abschluss aller Maßnahmen aus dem Polizeigewahrsam entlassen, teilt die Polizei mit. Die Ermittlungen dauern an.
Update vom 15. Januar, 12:55 Uhr: Die Obduktionsergebnisse nach der Gewalttat in Castrop-Rauxel liegen vor. Das teilte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft in Dortmund, Henner Kruse, auf Anfrage von wa.de mit. Demnach ist der 17-Jährige durch eine Stichverletzung im Halsbereich verstorben. „Ein Autofahrer entdeckte den stark blutenden Jungen. Der 17-Jährige hatte bereits davor die Polizei verständigt.“ Zum Zeitpunkt des Eintreffens der Beamten war er jedoch bewusstlos. „Er ist noch vor Ort verstorben“.
Im Selben Zeitraum habe die Mutter eines gleichaltrigen Mädchens die Polizei verständigt. Sie gab an, dass ihre Tochter weinend nach Hause gekommen sei und berichtet habe, dass sie auf dem Hinweg zur Fahrschule Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden sei. Sie sei von hinten angegriffen worden, habe sich mit Pfefferspray gewehrt und schließlich mit einem spitzen Gegenstand, mutmaßlich einer Glasscherbe, nach dem Angreifer gestochen.
Castrop-Rauxel: 17-jähriger Jugendlicher schwer verletzt auf Gehweg entdeckt
Update vom 15. Januar, 10:45: Ein 17-jähriger Jugendlicher aus Castrop-Rauxel ist am Mittwochabend an der Wartburgstraße seinen Verletzungen erlegen, so teilt es die Polizei mit. Ein Passant entdeckte den jungen Mann gegen 18:20 Uhr mit schweren Verletzungen und starken Blutungen. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen konnte sein Leben nicht gerettet werden.
Im Zusammenhang mit dem Vorfall nahm die Polizei später eine gleichaltrige Jugendliche an ihrer Wohnanschrift in Castrop-Rauxel fest. Die 17-Jährige gab an, in einer Notwehrsituation gehandelt zu haben. Die genauen Umstände des Geschehens werden derzeit noch untersucht, so heißt es.
Obduktion wird durchgeführt – Ergebnisse noch am Donnerstagvormittag
Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat eine Mordkommission eingerichtet. Am Donnerstagmorgen wurde eine Obduktion des Verstorbenen durchgeführt. Die Ergebnisse der Untersuchung werden frühestens ab 11 Uhr, Donnerstagvormittag, erwartet. Zu den Hintergründen des Falls laufen die Ermittlungen weiter.
Update vom 15. Januar, 06:25 Uhr: Um 3:37 Uhr konnte die Leiche abtransportiert werden. Bis zu diesem Zeitpunkt fanden Spurensicherung und kriminaltechnische Untersuchungen statt.
[Erstmeldung] Castrop-Rauxel – In Castrop-Rauxel ist am Mittwochabend, 14. Januar, eine Person nach einer mutmaßlichen Gewalttat ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich gegen 18.45 Uhr im Bereich der Wartburgstraße im Stadtteil Habinghorst.
Nach Angaben der Ruhr Nachrichten wurde die schwer verletzte Person auf dem Gehweg entdeckt. Trotz sofortiger Reanimationsversuche konnten die Rettungskräfte das Leben des Opfers nicht mehr retten. Der Blutverlust sei zu groß gewesen, heißt es. Passanten hatten zuvor die Polizei alarmiert, wie der WDR berichtet.
Großeinsatz in Castrop-Rauxel: Person stirbt nach mutmaßlicher Gewalttat
Die Polizei geht derzeit von einer Gewalttat aus. Nach Informationen der Ruhr Nachrichten könnte sich die Tat in einem nahegelegenen Waldgebiet namens Gänsebusch abgespielt haben. Offizielle Angaben zum genauen Tatort oder zum Ablauf machte die Polizei am Abend jedoch noch nicht. Auch die Hintergründe der Tat sind bislang unklar.
Rund um den Fundort der Person kam es zu einem Großeinsatz. Die Polizei sperrte die Wartburgstraße für mehrere Stunden. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk unterstützten die Einsatzkräfte unter anderem bei der Ausleuchtung des Geländes. Zudem suchten Polizisten mit Hunden das angrenzende Waldstück ab, wie der WDR berichtet.
Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet und sichert Spuren. Weitere Informationen zum Tathergang und zu möglichen Tatverdächtigen will die Staatsanwaltschaft nach Angaben der Ruhr Nachrichten am Donnerstagvormittag bekannt geben.
Nach einem tödlichen Jagdunfall bei Warburg sind ebenfalls noch viele Fragen offen. Ermittler rekonstruieren den Schuss, gehen aber weiter von einem Unfall aus.