Die Europäische Kommission hat heute die abschließende Bewertung der Förderperiode 2014 bis 2020 sowie eine Halbzeitbewertung der bis 2027 laufenden Förderperiode des Programms Creative Europe MEDIA vorgelegt.
Die Europäische Kommission hat heute eine Zehn-Jahres-Bilanz für das Förderprogramm Creative Europe MEDIA vorgelegt (Credit: CED Hamburg)
Das Förderprogramm Creative Europe MEDIA hat in den vergangenen Jahren „wesentlich zur Wahrung der kulturellen Vielfalt und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des europäischen audiovisuellen Sektors beigetragen“. Dieses Fazit zieht die Europäische Kommission aus der heute veröffentlichten abschließenden Bewertung des Förderprogramms für die Jahre 2014 und 2020 sowie der Halbzeitbilanz für die bis 2027 laufende aktuelle Förderperiode.
Demnach habe das Programm die grenzüberschreitende Zusammenarbeit innerhalb Europas gefördert. So seien im Zeitraum von 2021 bis 2023 rund 84 Prozent der durch Creative Europe MEDIA geförderten Werke europäische Koproduktionen gewesen; bei den nicht-geförderten Projekten lag der Anteil bei lediglich 14 Prozent. Von 2014 bis 2020 hatte der Anteil der europäischen Koproduktionen unter den von Creative Europa MEDIA geförderten Werken noch bei 36 Prozent gelegen.
Creative-Europe-MEDIA-geförderte Filme und Serien erreichten im beobachteten Zeitraum außerdem ein breiteres Publikum als nicht-geförderte; im Durchschnitt wurden sie in 9,5 zusätzlichen Ländern im Fernsehen, in 6,6 zusätzlichen Ländern im Kino sowie in 3,3 zusätzlichen Ländern auf Onlineplattformen ausgewertet. Außerhalb ihres Herkunftslandes erzielten Creative-Europe-MEDIA-geförderte Filme und Serien in der EU den jetzt vorgelegten Zahlen zufolge rund 241 Mio. Besucher/Zuschauer mehr als nicht-geförderte Projekte.
Creative-Europe-MEDIA-geförderte Werke wurden von 2014 bis 2023 auf Festivals und Preisverleihungen rund 1200 Mal nominiert und 500 Mal ausgezeichnet, davon 127 Mal in Cannes, 86 Mal auf der Berlinale und 73 Mal bei den European Film Awards.
Laut den heute vorgelegten Zahlen erfuhr das Europa-Cinemas-Netzwerk in den Jahren 2014 bis 2023 eine geografische Ausweitung um 32 Prozent auf mehr als 750 Städte und Gemeinden.
Der von der Europäischen Kommission vorgelegte Bericht für Creative Europe MEDIA in seiner Langfassung.