Für Erwin Bachmann begann der Zweite Weltkrieg mit einem Spielzeugvogel. Und mit Stunden des Wartens. Denn mit seiner Mutter war der heute 91-jährige Königsbrunner an jenem Tag in Mittelfranken zu Besuch. „Dann haben sie in der Wirtschaft gesagt: Heute ist der Krieg ausgebrochen.“ So schnell wie möglich wollten Mutter und Sohn zurück nach Königsbrunn. Das war schwierig, denn die Wehrmacht beanspruchte zahlreiche Züge. Die Folge für die beiden: drei Stunden Wartezeit in Ansbach. Weil er so gequengelt habe, erzählt Bachmann in seinem Wohnzimmer, habe seine Mutter ihm schließlich ein Vogelspielzeug zum Aufziehen gekauft, damit er Ruhe gibt. Bachmann hat sein ganzes Leben in Königsbrunn verbracht. An den Terror des Krieges und den Aufschwung danach erinnert er sich, als wäre beides gestern gewesen.

  • Marco Keitel

    Icon Haken im Kreis gesetzt

    Icon Plus im Kreis

  • Königsbrunn

    Icon Haken im Kreis gesetzt

    Icon Plus im Kreis

  • Terror

    Icon Haken im Kreis gesetzt

    Icon Plus im Kreis