Um dem anhaltenden Ärztemangel in ländlichen Regionen zu begegnen, fördert der Freistaat Bayern Medizinstudienplätze im EU-Ausland. Gesundheitsministerin Judith Gerlach hat am Sonntag erneut auf das Programm hingewiesen, mit dem angehende Medizinerinnen und Mediziner finanziell unterstützt werden, wenn sie sich zu einer späteren Tätigkeit auf dem Land verpflichten.
100 Stipendien
Das Programm umfasst insgesamt bis zu 100 Stipendien. Studierende können damit ein Medizinstudium an ausgewählten europäischen Hochschulen aufnehmen, sofern diese mit bayerischen Kliniken kooperieren. Der Freistaat beteiligt sich dabei an den Studiengebühren mit bis zu 10.000 Euro pro Semester. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind bislang 23 Stipendien vergeben, 77 Plätze stehen für das Wintersemester 2026/27 noch zur Verfügung.

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Judith Gerlach (CSU), bayerische Ministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, spricht bei einer Pressekonferenz anlässlich der Herbstklausur der CSU-Landtagsfraktion in Kloster Banz.
Foto: Pia Bayer/dpa
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Judith Gerlach (CSU), bayerische Ministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, spricht bei einer Pressekonferenz anlässlich der Herbstklausur der CSU-Landtagsfraktion in Kloster Banz.
Foto: Pia Bayer/dpa
Gefördert werden derzeit Studienplätze an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg in Kooperation mit dem Klinikum Nürnberg sowie an der School of Medicine im kroatischen Split gemeinsam mit den Sana Kliniken Coburg. Vorgeschrieben ist, dass die Studierenden mindestens die Hälfte ihrer Ausbildungszeit an einem bayerischen Kooperationsstandort verbringen.
Mindestens fünf Jahre im ländlichen Raum leben
Im Gegenzug verpflichten sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten, ihre Facharztweiterbildung in Bayern zu absolvieren und anschließend mindestens fünf Jahre im ländlichen Raum zu arbeiten. Ein Teil der Stipendien ist für die Kinder- und Jugendpsychiatrie reserviert, wo der Bedarf an Fachärzten besonders hoch ist.
Die Bewerbungsphasen für das kommende Wintersemester laufen je nach Hochschule in den nächsten Wochen an. Die Förderanträge werden über das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gestellt.
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