Köln (Nordrhein-Westfalen) – Er brachte Millionen von TV-Zuschauern die Geheimnisse der Wissenschaft bei und animierte sie, viele Dinge im täglichen Bereich selber nachzubasteln: der langjährige „Hobbythek“-Moderator Jean Pütz (89).

Doch altersbedingt lässt seine Sehkraft immer mehr nach. Zum Essen einer Kölner Karnevalsgesellschaft erschien die TV-Legende mit Gehhilfe und einer Plakette mit Blindenpunkten am Revers.

Jean Pütz mit seiner Ehefrau Pina (58) und Tochter Julie (15)

Jean Pütz mit seiner Ehefrau Pina (58) und Tochter Julie (15)

Foto: Patric Fouad

Jean Pütz hat nur noch zwei Prozent Sehkraft

Dem „Express“ erklärte Pütz: „Es ist jetzt neun Monate her, dass ich mir bei einem Sturz einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen hatte. Jetzt kann ich mit dem Stock wieder einigermaßen gut gehen. (…) Was viel schlimmer ist, ich sehe kaum noch was.“

Seine Ehefrau Pina (58) ergänzte: „Die Sehkraft von Jean beträgt nur noch zwei Prozent, er sieht fast nichts mehr.“ Besonders tragisch: Der ehemalige WDR-Moderator kann seine Nachrichten nicht mehr lesen. Trotzdem ist Pütz noch auf Karnevalsveranstaltungen aktiv und möchte das auch nicht aufgeben.

Doch auch der Oberschenkelhalsbruch war ein echter Rückschlag. Pütz war im Badezimmer gestürzt. „Ich hatte furchtbare Schmerzen, als ich da lag und war völlig hilflos“, erinnert sich der Moderator.

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In einem Facebook-Video erzählte Pütz, dass seine Oma in den Achtzigerjahren an einem Oberschenkelhalsbruch gestorben war, weil es damals noch nicht die richtige Therapie für sie gegeben habe. Die habe er selbst in dem nahegelegenen Krankenhaus aber erhalten. Er sei hervorragend von einem Fachmann operiert worden.

Weniger zufrieden war Pütz anschließend mit der Behandlung in der Klinik. Er habe sich entmündigt gefühlt, sagte er. So hätten sie ihm im Krankenhaus seine eigenen Bluthochdruck-Medikamente durch andere ersetzt. „Der Bruch war nicht mehr das Problem“, so Pütz. Da er sich vom Krankenhauspersonal nicht gut behandelt fühlte, habe er sich schließlich selbst entlassen.