Basketball, Regionalliga: io College Wizards Karlsruhe – Black Forest Panthers Schwenningen 85:91 n.V. (19:20, 20:14, 16:16, 24:29, 6:12). Was für ein Spiel, was für ein Sieg! Als wäre das kleine Formtief der vergangenen Wochen nie da gewesen, meldeten sich die Black Forest Panthers im Topspiel bei den College Wizards Karlsruhe eindrucksvoll zurück und gewannen den Overtime-Krimi mit 91:85. Großen Anteil daran hatte ein unverhoffter Rückkehrer.

Spielt er oder spielt er nicht? Dies war in den vergangenen Wochen eine der drängendsten Fragen rund um die Black Forest Panthers und Nkosi Wright. Der Jamaika-Kanadier, Topscorer und bester Individualist seiner Mannschaft, verpasste die vergangenen drei Spiele aufgrund einer Leistenverletzung und sollte, so zumindest gab es Trainer Pascal Heinrichs noch am Freitag in der Presse an, auch am Samstag beim Topspiel in Karlsruhe noch zu keinem überstürzten Einsatz kommen.

Wright sorgt für die Wende

Es war offenbar eine Finte, die gut 300 Fans in der Sporthalle im Karlsruher Friedrich-List-Gymnasium sahen etwas anderes: Wright stand auf dem Spielberichtsbogen, machte sich mit seinen Teamkollegen warm und kam nach gut fünf Minuten von der Bank aus ins Spiel, als seine Mannschaft mit 8:12 im Rückstand lag. Es dauerte ein paar Minuten, dann zündete Wright. Erst ein Assist für einen Zenelaj-Dreier, dann zwei eigene Distanzwürfe hinterher und wieder eine Vorlage für einen Dreier von Denis Zenelaj, und schon war Wright für zwölf Schwenninger Punkte in Serie und die 20:19-Führung nach dem ersten Viertel verantwortlich.

So berauschend ging es im zweiten Abschnitt jedoch nicht weiter. Gegen die beste Defensive der Liga stockte die Panthers-Offensive. Offene Würfe gab es selten und wollten noch seltener reingehen, die Punkte kamen zumeist von der Freiwurflinie. So übernahm Karlsruhe wieder die Kontrolle über die Partie und führte zur Halbzeit mit 39:34.

Bis in die Schlussphase hinein blieb es ein spannendes, hochklassiges Duell, geprägt von individuellen Glanzleistungen. Als Karlsruhe sechseinhalb Minuten vor dem Ende mit sieben Punkten vorne lag, schaltete Nkosi Wright nochmal einen Gang hoch. Mit elf Punkten in nicht einmal zweieinhalb Minuten besorgte er den Panthers die 67:66-Führung, die 30 mitgereisten Schwenninger Fans tobten. Die Gäste saßen nun am längeren Hebel und hatten mehrmals die Chance auf die Entscheidung, ließen die Karlsruher aber auch aufgrund einer schwachen Freiwurfquote am Leben und kassierten die Quittung: Sam Stockton, Sohn von NBA-Legende John Stockton, schickte die Partie drei Sekunden vor dem Ende mit dem 79:79 in die Verlängerung.

In dieser hatten die Panthers noch mehr Körner übrig. Chris Okolie und Denis Zenelaj versenkten wichtige Würfe, hinten stand die Defense stabil. Am Ende feierten die Panthers einen grandiosen 91:85-Auswärtssieg beim zuletzt zweimaligen Hauptrundenmeister Karlsruhe, gewannen nicht nur den direkten Vergleich mit den Wizards, sondern verteidigten auch noch die Tabellenführung vor den punktgleichen Ravens aus Reutlingen.

Überragende 36 Punkte

Bester Spieler auf dem Parkett war zweifelsohne Nkosi Wright mit überragenden 36 Punkten bei starken Wurfquoten. Denis Zenelaj bestätigte mit 19 Zählern einmal mehr seine starke Form. Kommenden Sonntag sind die Black Forest Panthers beim Tabellenvierten Saarlouis zu Gast.

  • Maurice Sauter

    Icon Haken im Kreis gesetzt

    Icon Plus im Kreis

  • Karlsruhe

    Icon Haken im Kreis gesetzt

    Icon Plus im Kreis

  • Schwenningen

    Icon Haken im Kreis gesetzt

    Icon Plus im Kreis