Er fällt besonders auf durch seine schwarz-weiße Färbung, ernährt sich fast ausschließlich von Bambus und lebt in China: der Pandabär. Nun könnte es sein, dass bald Zoobesucher in Hellabrunn die Tiere in Augenschein nehmen können.

Denn wie die tz berichtete, hat Ministerpräsident Markus Söder einen Deal mit China in die Wege geleitet. Demnach soll Hellabrunn zwei Exemplare des Riesenpandas bekommen. Das Tier, das in der Heimat China übrigens dà xióngmāo (wörtlich übersetzt so viel wie „große Bären-Katze“) genannt wird, kann bis zu 1,80 Meter groß werden.

Offiziell bestätigt ist ein Umzug zweier Exemplare nach München zwar noch nicht; doch Berichten der Süddeutschen Zeitung zufolge, die sich auf „gut informierte Kreise“ beruft, könnte das Gerücht bereits nächste Woche bei einer Pressekonferenz bestätigt werden. Erwartet werde neben Söder auch der chinesische Botschafter.

Pandas für Bayern? Ein diplomatischer Akt

Der mutmaßliche Deal mit China käme nicht nur Tierliebhabern zugute; er ist auch ein diplomatischer Schachzug: Das Panda-Pärchen, das laut tz in die bayerische Landeshauptstadt umziehen soll, ist eine Leihgabe aus China, das damit die „Panda-Diplomatie“ mit Bayern wieder aufnimmt. China stärkt mit der Panda-Vergabe seit Jahren das eigene Image; Markus Söder besuchte 2024 eine Panda-Aufzuchtstation in Chengdu und warb dafür, dass Pandas in den Freistaat ziehen.

Die Großen Pandabären spielen mit Tannenbäumen im Berliner Zoo.

Icon vergrößern

Die Großen Pandabären spielen mit Tannenbäumen im Berliner Zoo.
Foto: Elisa Schu, dpa (Archivbild)

Schließen

Icon Schließen

Icon vergrößern

Icon verkleinern

Icon Pfeil bewegen

Die Großen Pandabären spielen mit Tannenbäumen im Berliner Zoo.
Foto: Elisa Schu, dpa (Archivbild)

Ob München wirklich Pandas braucht, ist eine ganz eigene Frage – den Besucherzahlen zugutekommen dürften sie aber allemal. Denn bisher beherbergt in Deutschland nur der Berliner Zoo Exemplare des großen Bären. Im August 2024 bekam das Panda-Pärchen Baybs; der Zugang von Besuchern musste wegen großen Andrangs reguliert werden.

Die Zoobesucher könnten mit den friedlichen Pandas auf Tuchfühlung gehen, wie es aktuell bereits mit anderen Tieren im Zoo passiert: In der Tierparkschule Hellabrunn lernen Schülerinnen und Schüler etwas über Tierarten.

Ein junger Roter Panda sitzt in seinem Gehege.

Icon vergrößern

Ein junger Roter Panda sitzt in seinem Gehege.
Foto: Michael Brandt, dpa (Archivbild)

Schließen

Icon Schließen

Icon vergrößern

Icon verkleinern

Icon Pfeil bewegen

Ein junger Roter Panda sitzt in seinem Gehege.
Foto: Michael Brandt, dpa (Archivbild)

Hellabrunn selbst äußerte sich bislang nicht zu den Gerüchten. Und auch, wie viel der angebliche Deal kosten soll, ist bisher nicht bekannt. Klar ist: Sollten tatsächlich Große Pandas in München einziehen, dann braucht es dafür ein entsprechendes Gehege. Bislang beherbergt der Münchner Zoo lediglich den Roten Panda. Der hat aber keinerlei Verwandtschaft mit dem Riesenpanda, sondern gehört zu der Familie der Mardertiere.

Im Zoo durften sich übrigens die Elefanten und Zebras zuletzt über einen leckeren Snack freuen: Der Flughafen München spendete dem Zoo vom selbst veranstalteten Weihnachtsmarkt übrig gebliebene Tannenbäume.

  • Franziska Hubl

    Icon Haken im Kreis gesetzt

    Icon Plus im Kreis

  • China

    Icon Haken im Kreis gesetzt

    Icon Plus im Kreis

  • Panda

    Icon Haken im Kreis gesetzt

    Icon Plus im Kreis