Der Hamburger Tennis-Profi Alexander Zverev bei den Australian Open

AUDIO: Zverev nimmt Auftakthürde bei den Australian Open (4 Min)

Stand: 19.01.2026 14:08 Uhr

Alexander Zverev ist erfolgreich in seine Titelmission bei den Australian Open gestartet. Der Tennis-Olympiasieger von 2021 bezwang in der ersten Runde den anfangs starken Kanadier Gabriel Diallo mit 6:7 (1:7), 6:1, 6:4, 6:2, zeigte in der Rod Laver Arena aber eine schwankende Leistung.

Nach 2:43 Stunden hatte der 28-Jährige am frühen Sonntagmorgen (MEZ) seine Auftakthürde beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres genommen und buchte zum zehnten Mal hintereinander das Ticket für die zweite Runde in Melbourne. Dort wartet am Mittwoch im Franzosen Alexandre Müller der nächste ungesetzte Gegner auf den Hamburger.

Zverev mit lobenden Worten für Diallo

Zverev atmete nach seiner komplizierten Auftakt-Aufgabe auf. „Er ist sehr jung, sehr talentiert und aggressiv“, lobte Deutschlands Nummer eins den vier Jahre jüngeren Gegner. „Es kann ja nicht mehr schlechter werden als das“, habe er nach dem ersten Satz gedacht, so der Hamburger im Interview mit Andrea Petkovic: „Und danach wurde es viel besser. Ich habe die Vorhand besser getroffen. Ich war mehr im Spiel.“

Im ersten Satz zu fahrig

Diallo sei „ein schwieriger Gegner, ein gefährlicher Gegner“, hatte Zverev vor seinem ersten Aufeinandertreffen mit dem über zwei Meter großen Aufschlagriesen gewarnt. Und zu Beginn wurde deutlich, warum. Der Kanadier, 41. der ATP-Weltrangliste, überzeugte nicht nur beim Service, er produzierte auch immer wieder starke Vorhandschläge und drängte Zverev teils weit hinter die Grundlinie.

Zudem streute der Außenseiter mehrere Stopps ein. Zverev, schon häufiger holprig in ein großes Turnier gestartet, wirkte hingegen anfangs seltsam fahrig und legte im ersten Satz eine bedenkliche Körpersprache an den Tag. Auch seinen Schläger ließ er früh frustriert zu Boden fallen. Zwar kämpfte er sich nach einem frühen Break-Rückstand noch einmal heran, doch im Tie Break war Diallo zu stark.

Kurze Ballwechsel prägen das Geschehen

Die frühe kalte Dusche in der Melbourner Mittagshitze entfaltete eine heilsame Wirkung auf Zverev. Der erste Aufschlag kam nun besser, zwei schnelle Breaks im zweiten Durchgang gaben dem Deutschen die Sicherheit zurück. Die Ballwechsel zwischen den beiden Aufschlagexperten blieben kurz und so dauerte es nur 31 Minuten bis zu Zverevs Satzausgleich.

Alexander Zverev schlägt einen Tennisball.

Der Hamburger Tennisprofi will in Melbourne seinen „Grand-Slam-Fluch“ besiegen. Dafür hat er in der Vorbereitung speziell an Schwächen seines Spiels gearbeitet.

Auch anschließend blieb er konzentriert und nutzte nun auch kleinere Fehler seines Gegners aus. Nach einem Break-Gewinn am Netz zeigte Zverev die Faust. Die Sorgenfalten bei Trainer und Vater Alexander senior in der Box wurden kleiner, weil nun auch der erste Aufschlag gelang. Am Ende wurde es deutlich.

Zverev bekommt von Verehrer Heiratsantrag

Nach der Partie wurde es dann noch heiter in der Rod Laver Arena. „Heirate mich, Sascha“, schallte es plötzlich von der Tribüne – gerufen von einem männlichen Fan. Zverev ließ sich nur kurz aus der Ruhe bringen. „Wo ist der Ring, Mann? So billig bin ich nicht zu haben“, sagte er in Richtung des Verehrers. Und an Fragenstellerin Petkovic gerichtet schob er grinsend nach: „Wir sind nicht in der Lage, ein normales On-Court-Interview zu führen, oder?“

Anschließend machte sich Zverev noch Gedanken, wie er den restlichen freien Sonntag verbringen wolle. „Vielleicht gehe ich ins Casino, mein Bruder hat da diese Woche eine Menge Geld gemacht. Vielleicht muss ich das auch machen“, sagte der Hamburger gut gelaunt.

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