„Spielplatz, der niemanden ausschließt“

In diesem Park soll ein Stück Neuseeland entstehen

Aktualisiert am 19.01.2026 – 18:09 UhrLesedauer: 2 Min.

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Entwurf für den inklusiven Spielplatz: Mehrere Rutschen und ein großer Löwe sind vorgesehen. (Quelle: KOMPAN)

1,7 Millionen Euro sind für den neuen Löwenspielplatz in Braunschweig nötig. Die Initiatoren des Projekts werben für Unterstützung – um ein Stück Neuseeland in die Löwenstadt zu bringen.

Nahe der Volkswagenhalle in Braunschweig soll ein neuer, inklusiver Spielplatz entstehen. Das zumindest sieht ein Entwurf der Kroschke Kinderstiftung vor, wie aus einer entsprechenden Mitteilung hervorgeht. Bereits im Oktober 2025 hatte die Stadt Braunschweig darüber informiert. Nun soll es konkreter werden.

Der sogenannte „Löwenspielplatz“ ist mit einer Fläche von mehr als 2.000 Quadratmetern geplant und soll allen Kindern offenstehen – unabhängig von körperlichen oder geistigen Voraussetzungen. Entstehen soll die Anlage am Rand des Bürgerparks.

Getragen wird das Projekt von der Kroschke Kinderstiftung sowie von Unternehmern und Privatpersonen aus der Region. Einer der Initiatoren ist Sven Streiff, Geschäftsführer der Streiff & Helmold GmbH. Er brachte die Idee für den Löwenspielplatz nach eigenen Angaben aus dem Ausland mit nach Braunschweig.

„Eine Weltreise führte uns unter anderem auch nach Neuseeland“, sagt Streiff. Bei einem Trip in die Stadt Hamilton habe man einen besonders großen und vielfältigen Spielplatz kennengelernt, der ihn und seine Familie nachhaltig beeindruckt habe. „Also haben wir uns die Frage gestellt: warum gibt es so etwas nicht auch in Deutschland, speziell in unserer schönen Region?“

Nach seinen Worten soll der Löwenspielplatz nicht nur ein Ort zum Spielen sein, sondern auch Bewegung, Inklusion und Gemeinschaft fördern. Zudem könne das Projekt dazu beitragen, Braunschweig insgesamt attraktiver und lebenswerter zu machen – sowohl für Menschen aus der Region als auch für Familien, die ihren Wohnort neu bewerten.

Die Kosten für den geplanten Spielplatz liegen nach Angaben der Initiatoren bei rund 1,7 Millionen Euro. Einige Unternehmer hätten bereits ihre Unterstützung zugesagt, dennoch werden weitere Mitstreiter gesucht, um die Finanzierung zu sichern. Streiff betont dabei die Verantwortung von Unternehmen für die Region, in der sie wirtschaftlich tätig sind.

„Wir haben Familien, wir verdienen unser Geld hier. Wir müssen dafür sorgen, dass es uns auch außerhalb des Jobs gut geht – dass wir der Region etwas zurückgeben, wenn wir die Möglichkeit dazu haben, sagt er.

Unterstützt werden kann das Projekt über Spenden oder Sponsoring bei der Kroschke Kinderstiftung. Sollte sich der Löwenspielplatz wie geplant umsetzen lassen, soll er nach Einschätzung der Beteiligten über viele Jahre hinweg ein fester Bestandteil des städtischen Lebens werden.