Die Ukraine leidet noch immer unter den Folgen einer Welle russischer Angriffe von Anfang des Monats. Durch den Beschuss fielen in Tausenden Wohnblocks – vor allem in der Hauptstadt Kiew – Strom und Heizung aus (Quelle: Reuters)

00:10 Uhr | Selenskyj: Ein Mörder ukrainischer Gefangener gefasst

Der Geheimdienst der Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj einen Russen gefangengenommen, der für die Tötung von neun ukrainischen Kriegsgefangenen verantwortlich sein soll. Er soll die Tat im russischen Gebiet Kursk begangen haben, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew. 

Details nannte Selenskyj nicht. Er beauftragte aber den stellvertretenden Chef des Geheimdienstes SBU, Olexander Poklad, nähere Einzelheiten öffentlich zu machen. Unklar blieb der Zeitpunkt der Tat. Selenskyj sprach vom vergangenen Oktober. Wahrscheinlich ist aber Oktober 2024 gemeint, als ein solcher Fall ans Tageslicht kam. Ukrainische Truppen waren im Sommer 2024 in das westrussische Gebiet Kursk vorgedrungen. Die russische Armee wehrte diese Offensive bis zum Frühjahr 2025 ab. 

Nach Angaben des Institute for War and Peace Reporting (IWPR) vom Januar kennt die Ukraine mehr als 330 Fälle, in denen ihre Soldaten bei der Gefangennahme durch russische Truppen getötet wurden. (Quelle: dpa)

00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 19. Januar 2026

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Region Odessa sind in der Nacht wieder Energieanlagen und ein Wohnhaus getroffen worden. Im Bezirk Odessa habe eine Drohne ein mehrstöckiges Wohnhaus getroffen und zwei Wohnungen beschädigt. Schaden nahm den Angaben zufolge auch eine nicht näher bezeichnete Einrichtung der „kritischen Infrastruktur“.

Die fortgesetzten russischen Angriffe haben die Energieinfrastruktur der Ukraine nach Angaben des Auswärtigen Amtes in die Nähe „eines Kollaps“ gebracht. Einem Sprecher zufolge stellte das deutsche Außenministerium noch einmal 60 Millionen Euro für humanitäre Hilfe zur Verfügung.