Qualitätsoffensive der Bahn

Metronom-Züge nach Hamburg fallen zehn Wochen aus

20.01.2026 – 02:21 UhrLesedauer: 1 Min.

imago images 0364628276Vergrößern des Bildes

Ein Metronom-Zug steht im Hauptbahnhof Hannover (Archivfoto): Ab Mai kommt es zu Einschränkungen zwischen der niedersächsischen Landeshauptstadt und Hamburg. (Quelle: Bernd Günther/imago-images-bilder)

Ab Mai fährt zehn Wochen lang kein Metronom von Hannover nach Hamburg. Wer trotzdem los muss, braucht viel Zeit und darf etwas Wichtiges nicht mitnehmen.

Hannoveraner, die mit dem Metronom Richtung Hamburg fahren wollen, müssen sich ab Mai auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Vom 1. Mai bis zum 10. Juli 2026 führt die Deutsche Bahn eine Qualitätsoffensive auf der Strecke durch. Zehn Wochen lang fahren zwischen Hannover, Celle, Uelzen und Lüneburg keine Züge der Metronom-Linien RE2 und RE3/RB31.

Die ausfallenden Verbindungen werden durch einen Bus-Ersatzverkehr bedient. Die Fahrzeiten verlängern sich dadurch drastisch: Statt etwa einer Stunde und 40 Minuten dauert die Fahrt von Hannover nach Lüneburg künftig rund zwei Stunden und 42 Minuten – über eine Stunde länger als bisher. Von Celle nach Hamburg verlängert sich die Reisezeit um etwa 50 Minuten auf knapp drei Stunden.

Die Qualitätsoffensive betrifft auch Bahnhöfe in der Region. In Großburgwedel und Langenhagen Mitte rollen die Bagger an. Auf dem Abschnitt zwischen Lüneburg und Uelzen entstehen neue elektronische Stellwerke, außerdem wird eine moderne Leit- und Sicherungstechnik eingebaut. Weitere Arbeiten an Gleisen, Weichen und Oberleitungen stehen an.

Die Strecke Hamburg–Hannover gehört zu den am stärksten beanspruchten Verbindungen im deutschen Bahnnetz. Ziel der Modernisierung ist es, die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit langfristig zu verbessern. Für das Jahr 2029 plant die Deutsche Bahn eine komplette Generalsanierung der Strecke.