Im Leben eines Astronauten gibt es wahrscheinlich schlechtere Aussichten als die von Matthew Dominick. Der Nasa-Mann konnte am 7. Oktober 2024 Polarlichter aus der an die ISS angedockte Crew-Dragon-Raumkapsel von SpaceX beobachten und nutzte die Gelegenheit, um ein sehenswertes Zeitraffervideo zu erstellen. Allerdings muss man dieser Tage weder Astronaut sein noch hoch im Norden wohnen, um selbst Zeuge gleich mehrerer Himmelsspektakel zu sein. Aufgrund der erhöhten Sonnenaktivität können wir Nordlichter auch in Deutschland immer häufiger beobachten.

Wie die Sonnenforscherin Lucia Kleint gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (via The Weather Channel) erklärt, müssen zwei Dinge zusammenkommen, damit Polarlichter in Deutschland sichtbar werden: Es muss einen starken Sonnensturm geben, der geladene Teilchen Richtung Erde befördert, und die Ausrichtung des Erdmagnetfeldes muss stimmen. Letztere treffe nur in fünf Prozent der Fälle ein.

Wer die seltenen Ereignisse nicht nur beobachten, sondern auch mit dem Smartphone ablichten will, sollte dafür aber einige Dinge beachten.

Raus aus der Stadt

Zunächst die Basics. In der Stadt solltet ihr euch nicht aufhalten, um Polarlichter zu fotografieren. Schließlich ist es hier auch nachts nicht wirklich dunkel. Straßenlichter, Reklametafeln und Co. sorgen für die sogenannte Lichtverschmutzung. Das trübt den Blick auf den Nachthimmel. Besser ist es, ihr begebt euch in ländliche Gegenden.

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Checkt vor dem Trip außerdem die Wetter-App. Ist ein bewölkter Himmel vorausgesagt, hilft auch der entlegenste Ort nicht. Weil in der Nacht die Temperaturen sinken, solltet ihr zudem passende Kleidung einpacken.

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Die richtigen Einstellungen und Hilfsmittel

Viele aktuelle Smartphones bieten schon ab Werk einen Nachtmodus, der die Parameter für schlechte Lichtverhältnisse automatisch festlegt. Weil die Aufnahme jeweils mehrere Sekunden dauern kann, ist ein ruhiges Händchen gefragt. Wollt ihr verwackelte Bilder vermeiden, ist ein Stativ Pflicht. Es gibt Modelle mit Klemmvorrichtungen für Smartphones schon ab etwa 20 Euro zu kaufen.

Alternativ könnt ihr das Gerät aber auch an einem geeigneten Punkt anlehnen. Android-Nutzer:innen können ihre Kamera außerdem mithilfe einer Wear-OS-Smartwatch (ab Version 2.0) aus der Ferne auslösen. Bei Apple Watches und iPhones funktioniert das genauso. So vermeidet ihr, dass ihr doch wieder am Smartphone wackelt.

Viele vorinstallierte Kamera-Apps bieten zudem einen sogenannten Profi-Modus, in dem ihr Einstellungen selbst festlegen könnt. Die „Carl von Ossietzky“-Universität Oldenburg empfiehlt dazu, wenn möglich die Belichtungszeit auf 15 Sekunden oder den höchsten möglichen Wert einzustellen. ISO- und Lichtwert sollten ebenfalls auf den höchsten Wert eingestellt werden. Für den Weißabgleich empfehlen die Wissenschaftler:innen die Option „Tageslicht“. Lässt sich auch die Blende vom Smartphone einstellen, soll diese soweit offen sein wie möglich.

Wichtig: Die genannten Einstellungen sollen sich allgemein zur Astrofotografie eignen. Probiert deswegen vorab ein wenig mit den einzelnen Werten herum. Um das Rauschen auf den Bildern zu reduzieren, empfehlen die Wissenschaftler:innen außerdem, mehrere Fotos zu knipsen und sie später per Software übereinanderzulegen.

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 11.10.2024 veröffentlicht, interessiert jedoch immer noch sehr viele unserer Leser:innen. Deshalb haben wir ihn aktualisiert und hier nochmals zur Verfügung gestellt.

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