Zehlendorf – Berliner im Südwesten der Stadt waren am Dienstagvormittag in heller Aufregung. Über dem Stadtteil Zehlendorf und über Teilen von Steglitz kreiste stundenlang ein dunkler Hubschrauber.
Ein entflohener Straftäter? Ein vereitelter Stromanschlag, der wieder den Südwesten lahmlegen sollte? Die Polizei Berlin klärt auf: Es handelt sich um eine angemeldete Übung der Bundeswehr.

Bei Flightradar ist die Route des Bundeswehrhubschraubers zu sehen
Foto: Flight-radar
Ein Einsatz über Steglitz und Zehlendorf. Tatsächlich flog der Helikopter nur in einem sehr begrenzten Radius direkt über dem Teltowkanal, zwischen Drakestraße, Königsberger Straße, Charité Campus Benjamin Franklin.
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Trainiert wurde eine Übungsoperation gegen feindliche Agenten aus dem Ausland, die einen Anschlag verüben wollten. Nach Angaben eines Sprechers des Heeres ist das Freikämpfen von kritischer Infrastruktur im Verteidigungsfall Teil der Übungen.
Auch auf dem früheren Forschungsgelände rund um den „Mäusebunker“ wurde geübt. 200 Fallschirmjäger aus Norddeutschland und 50 weitere Militärangehörige waren im Einsatz.
„Da es sich um eine Übung handele, bestehe keine Gefahr für Passanten oder Anwohner“, so die Polizei. Am Mittwoch soll eine weitere Bundeswehr-Übungseinheit folgen. Dann in Spandau.