Vor einem Gebäude steht ein Schild mit der Aufschrift Landesmuseum Hannover.

Stand: 20.01.2026 19:06 Uhr

Die sechs niedersächsischen Landesmuseen wollen sich zu einem digitalen Forschungsverbund zusammenschließen. Eine gemeinsame Dateninfrastruktur soll die Sammlungen leichter zugänglich machen.

Das teilten die Landesmuseen mit Standorten in Braunschweig, Oldenburg und Hannover am Montag mit. In den kommenden zwei Jahren wollen die Museen den Angaben zufolge eine digitale Struktur aufbauen, um Wissenschaft und Gesellschaft miteinander zu vernetzen. Für das Projekt „Digivers“ stehen laut der gemeinsamen Erklärung rund 2,8 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „zukunft.niedersachsen“ des Landes und der Volkswagenstiftung zur Verfügung. Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs (SPD) bezeichnete das Projekt als einen „Meilenstein für die digitale Weiterentwicklung“ der Landesmuseen.

Ergebnisse sollen deutschlandweit sichtbar sein

Gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft tragen die Landesmuseen laut Mohrs dazu bei, Wissen für alle zugänglich zu machen sowie kulturelles Erbe zu bewahren und zu erforschen. Im Rahmen des Projekts werden die Museen unter anderem gemeinsame Standards für das digitale Forschungsdaten-Management erarbeiten, hieß es. Unterstützung erhalten sie den Angaben zufolge von zahlreichen Fachinstitutionen. Das Ergebnis soll anschließend in die nationale Forschungsdaten-Infrastruktur eingebunden werden. Dadurch würden die kulturellen Datenschätze Niedersachsens auch auf nationaler Ebene sichtbar, so die Landesmuseen weiter.

Sechs niedersächsische Landesmuseen an drei Standorten

Die Sammlungen der niedersächsischen Landesmuseen umfassen nach Angaben des Wissenschaftsministeriums alle Aspekte rund um die Geschichte, Kunst, Kultur und Natur Niedersachsens. In Braunschweig sind mit dem Staatlichen Naturhistorischen Museum, dem Herzog Anton Ulrich-Museum und dem Braunschweigischen Landesmuseum drei der sechs Landesmuseen angesiedelt. Hinzu kommen das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte und das Landesmuseum für Natur und Mensch in Oldenburg sowie das Niedersächische Landesmuseum Hannover.

Blick auf das Schloss Oldenburg

Im prachtvollen Oldenburger Schloss zeigt das Landesmuseum Schätze aus mehreren Jahrhunderten, darunter viele Prunksäle.

Blick vom Neuen Rathaus auf das Landesmuseum in Hannover

Vom barocken Gemälde bis zur Moorleiche: Das Niedersächsische Landesmuseum in Hannover bietet verschiedenste Exponate.

Das Vieweghaus des Landesmuseum in Braunschweig am Burgplatz

Mit seinen vier Häusern zählt das Braunschweigische Landesmuseum zu den großen historischen Museen Deutschlands.

Ein Ausstellungsraum mit roten Wänden und Bildern, die an einem weißen Gitternetz hängen

Heller, offener, kinderfreundlicher und besser besucht: So lautet eine erste Bilanz der KunstWelten im Landesmuseum Hannover.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 20.01.2026 | 07:30 Uhr