
Stand: 20.01.2026 19:48 Uhr
Die Gewerkschaft ver.di fordert mehr Geld für vier Kassenaufsichten, die bei IKEA in Braunschweig arbeiten. Der Fall hat bereits mehrere Gerichte beschäftigt, IKEA sieht sich im Recht.
Kassenaufsichten sind die Vorgesetzten der Kassenkräfte, die bei den Kunden an den Waren-Scannern stehen, erklärte ver.di-Gewerkschaftssekretär Marc Jäger dem NDR Niedersachsen. Zudem beaufsichtigen die Kassenaufsichten den Angaben zufolge die Abläufe an den Bezahlstationen und organisieren die Einsätze der Kassenkräfte. Bei IKEA in Braunschweig arbeiten laut Jäger vier solcher Kassenaufsichten. Aufgrund der hohen Verantwortung hätten sie Anspruch auf eine höhere Gehaltsgruppe, so Jäger weiter. Doch das Möbelhaus weigere sich, den Angestellten mehr Geld zu zahlen.
Gerichte entschieden im Sinne der Arbeitnehmer
Der Braunschweiger IKEA-Betriebsrat habe sich mit der Forderung bereits an das Arbeitsgericht Braunschweig, das Landesarbeitsgericht Hannover und das Bundesarbeitsgericht in Erfurt gewandt. Alle drei Gerichte hätten die Ansicht der Arbeitnehmervertreter bestätigt, hieß es. IKEA verweist auf Anfrage von NDR Niedersachsen darauf, dass zwei Landesarbeitsgerichte zu diesem Thema unterschiedlich entschieden hätten. Man habe die Arbeitsweise der von IKEA als „Frontliner“ bezeichneten Kassenaufsichten im Rahmen der geltenden Tarifgruppen verändert, um alle Mitarbeitenden fair zu behandeln, so das Unternehmen. Nach Angaben von ver.di hat der Betriebsrat bereits ein weiteres Verfahren am Arbeitsgericht Braunschweig angestrengt, über das im April entschieden werden soll.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 20.01.2026 | 15:00 Uhr