In Augsburg haben es im vergangenen Jahr unter anderem Teile der ehemaligen Weberei Riedinger in Oberhausen sowie die Kirche St. Simpert im Textilviertel neu in die Denkmalliste geschafft. Das gab das Landesamt für Denkmalpflege nun bekannt. Bei dem Weberei-Ensemble am Senkelbach (nahe dem Club „Kesselhaus“) handelt es sich um mehrere Nachkriegsgebäude. Nach der Zerstörung der Fabrik im Zweiten Weltkrieg entstand 1946 ein neuer Websaal in Stahlbeton-Skelettbauweise, weitere Gebäude kamen bis 1951 dazu. Mit der Lage am Senkelbach markierten die Gebäude bis heute einen wichtigen Abschnitt des industriell geprägten Wasserlaufs, heißt es.

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Mehrere Gebäude der früheren Weberei Riedinger in Oberhausen wurden in die Denkmalliste aufgenommen.
Foto: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
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Mehrere Gebäude der früheren Weberei Riedinger in Oberhausen wurden in die Denkmalliste aufgenommen.
Foto: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
Ebenfalls zum Denkmal erklärt wurde die katholische Kirche St. Simpert im Textilviertel. Der Betonbau aus den Jahren 1973/74 wurde von den Architekten Adolf Kreutzer und Gerhard Knopp geplant. Ein mächtig wirkendes Flachdach ruht auf vier schlanken Stützen. Die Denkmalschützer erkennen Ähnlichkeiten mit der Neuen Nationalgalerie in Berlin, was die Grundidee betrifft. Im Inneren spiegle der Bau die Ideen des Zweiten Vatikanischen Konzils wider mit einer Altarinsel, an der die Gemeinde nah sitzen kann. Mit dem angegliederten Pfarrzentrum stehe St. Simpert exemplarisch für ein Verständnis von Kirche als Ort der Gemeinschaft.
In Augsburg stehen insgesamt 1111 Gebäude und Ensembles als Baudenkmäler in der Liste. Hinzu kommen 203 Denkmäler im Boden, also etwa Grundmauern von Siedlungsresten. (skro)


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Stefan Krog
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