Qualitätsoffensive der Bahn
Kein Metronom von Hamburg nach Hannover ab Mai
Aktualisiert am 21.01.2026 – 13:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Metronom-Zug am Hauptbahnhof in Hamburg: Ab Mai kommt es zu Einschränkungen von Hamburg in Richtung Hannover und Bremen. (Quelle: Jan Sieg)
Ab Mai fährt zehn Wochen lang kein Metronom von Hamburg Richtung Hannover. Fahrgäste müssen in Busse umsteigen – und auf eine Sache komplett verzichten.
Wer von Hamburg aus mit dem Metronom Richtung Süden fahren will, muss sich ab Mai auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Vom 1. Mai bis zum 10. Juli 2026 führt die Deutsche Bahn eine Qualitätsoffensive auf der Strecke nach Hannover durch. Zehn Wochen lang fahren zwischen Lüneburg, Uelzen, Celle und Hannover keine Züge der Metronom-Linien RE2 und RE3/RB31.
Die ausfallenden Verbindungen werden durch einen Bus-Ersatzverkehr bedient. Die Fahrzeiten verlängern sich dadurch erheblich: Von Lüneburg nach Hannover dauert es künftig rund zwei Stunden und 42 Minuten statt etwa einer Stunde und 40 Minuten. Eine Mitnahme von Fahrrädern im Ersatzverkehr ist aus Kapazitätsgründen nicht möglich.
Zwischen Hamburg und Lüneburg gibt es weiterhin Zugverbindungen. Die Linie RE3 verkehrt im Stundentakt und hält zusätzlich in Bardowick, Radbruch, Winsen und Harburg. Im Berufsverkehr soll es pro Richtung zwei zusätzliche Verstärkerzüge geben.
Weil viele Züge umgeleitet werden, wirkt sich die Sperrung auch auf die Strecke nach Bremen aus. Die Linie RB41 verkehrt von Montag bis Freitag nur noch zwischen Scheeßel und Hamburg. Die Linie RE4 hält zwischen Rotenburg (Wümme) und Bremen an allen Zwischenhalten.
Im Rahmen der Bauarbeiten entstehen unter anderem zwischen Lüneburg und Uelzen neue elektronische Stellwerke. Außerdem wird eine moderne Leit- und Sicherungstechnik eingebaut. Arbeiten an Gleisen, Weichen, Oberleitungen und mehreren Bahnhöfen stehen ebenfalls an, unter anderem in Stelle, Suderburg, Großburgwedel und Langenhagen Mitte.
