Ziel sei es, gemeinsam internationale Forschungsprojekte anzustoßen, den Austausch von Wissen­schaft­ler*innen und Studierenden zu erleichtern sowie talentierte Bachelorabsolvent*innen aus Indien für ein Studium an der TU Dortmund zu gewinnen. Seit Juni 2025 hat die TU Dortmund bereits ein In-Country Representative in Indien, um diese Vorhaben nachhaltig umzusetzen. Zusätzlich zählt die Universität nun zu den Hauptunterstützern des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses (DWIH) in Neu-Delhi. Dazu überreichte Arthur Rapp, Leiter des DAAD-Büros, eine Urkunde.

Wissenschaftlicher Austausch in unterschiedlichen Disziplinen

Beim Auftakttreffen stand der direkte Austausch zwischen Forschenden im Mittelpunkt. In verschiedenen Formaten kamen Wissen­schaft­ler*innen der TU Dortmund mit indischen und US-amerikanischen Kolleg*innen zusammen, um gemeinsame Interessen auszuloten und trilaterale Kooperationsmöglichkeiten zu identifizieren. Dabei wurden sowohl ingenieur- und naturwissenschaftliche Themen als auch sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Fragestellungen diskutiert. Insgesamt waren 18 unterschiedliche indische Hochschulen und Forschungseinrichtungen vertreten – darunter auch das renommierte Indian Institute of Technology (IIT) Bombay.

„Gerade der persönliche Austausch ist entscheidend, um Vertrauen aufzubauen und langfristige Partnerschaften zu entwickeln“, betonte Prof. Tessa Flatten, Prorektorin Internationales der TU Dortmund. „Die Initiative TU Dortmund India Gateway soll eine nachhaltige Basis schaffen, um diese Kontakte systematisch zu unterstützen und auszubauen.“

Förderung von internationalen und interkulturellen Studienerfahrungen 

Ein weiteres Ziel ist, talentierte indische Studierende für die englischsprachigen Master-Studiengänge der TU Dortmund zu gewinnen, um sie als Fachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt auszubilden. In den vergangenen Jahren ist die Zahl indischer Studierender auf dem Campus bereits kontinuierlich gestiegen – auf mittlerweile rund 500. Insbesondere Ingenieur- und Naturwissenschaften sind bei der Zielgruppe beliebt.

Darüber hinaus wird die Initiative Studierenden der TU Dortmund die Möglichkeit bieten, ihre interkulturellen Fähigkeiten auszubauen und Indien besser kennenzulernen. Schließlich ist das Land nicht nur die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt, sondern verzeichnet auch das global stärkste Wachstum. Um Studierenden zunächst einen niederschwelligen Zugang zu bieten, soll es künftig ein verstärktes Angebot an Kurzzeit-Austauschprogrammen geben, die Interesse an längeren Aufenthalten wecken sollen. „Unsere Studierenden sollen in einer komplexer werdenden Welt auch Länder und Regionen in den Blick nehmen, die beim Austausch bislang eher nicht im Mittelpunkt standen“, so Flatten. „Indien spielt dabei eine immer wichtigere Rolle – sowohl als Wissenschaftsstandort als auch als wirtschaftlicher Partner.“

Das Programm der Reise wurde abgerundet durch Gastvorträge der Auslandsvertretungen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) sowie der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) in Indien, die über international ausgerichtete Forschungs- und Mobilitätsprogramme informierten. Die internationale Vernetzung mit dem Subkontinent bietet auch Potential für das Ruhr Innovation Lab, das die TU Dortmund gemeinsam mit der Ruhr-Universität Bochum trägt.

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