Standdatum: 21. Januar 2026.

Ein Mann arbeitet in einer Halle an einem Zug.

Neue Regionalzüge für den Bahnverkehr im Nordwesten – aber erst im Herbst. (Archivbild)

Bild: dpa Bildfunk | Julian Stratenschulte

Im Nordwesten Niedersachsens und in Bremen sollten längst moderne Regionalbahnen fahren. Doch die Auslieferung der neuen Doppelstockzüge wird erneut verschoben.

Die Lieferung der neuen blau-gelben Züge des Herstellers Alstom für die Linien des sogenannten Expresskreuzes Bremen-Niedersachsen verzögert sich ein weiteres Mal. Bislang war geplant, dass die Auslieferung der ersten der insgesamt 34 Doppelstockzüge im ersten Quartal dieses Jahres beginnen sollte. 

„Eine Auslieferung der ersten Züge ab März halten wir nach aktuellem Stand nicht mehr für realistisch“, teilte eine Sprecherin der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) auf Anfrage mit. Es gebe keine weitere Verzögerung beim Bau der Züge. Aber: „Es geht jetzt um die behördliche Zulassung“, sagte die Sprecherin weiter. Die LNVG gehe aber weiterhin davon aus, dass Alstom wie zugesagt sämtliche Fahrzeuge im Laufe dieses Jahres liefern werde, hieß es. Zuvor hatte der „Weser Kurier“ über die weitere Verzögerung berichtet.

Bestellt waren die Fahrzeuge nach LNVG-Angaben für den Einsatz ab Dezember 2024. Ein Alstom-Sprecher teilte auf dpa-Anfrage mit, die Auslieferung der neuen Doppelstockzüge solle nun im Herbst dieses Jahres beginnen. Die Landesnahverkehrsgesellschaft kündigte an, alle rechtlichen Schritte zu prüfen und gegebenenfalls durchzusetzen, um Schäden der Lieferverzögerung zu kompensieren. „Ein Rechtsstreit ist nicht auszuschließen“, teilte die LNVG mit. 

Der Hauptgrund für die verspätete Auslieferung der Züge seien zurückliegende Materialengpässe beim Bau der Fahrzeuge. „Hinzu kommt, dass die Coradia Max-Doppelstockzüge neu in den deutschen Markt eingeführt werden. Dies bringt besondere Anforderungen und Herausforderungen bei der Zulassung mit sich“, teilte der Alstom-Sprecher weiter mit. 

Quelle:
dpa.

Dieses Thema im Programm:
Bremen Eins, Nachrichten, 21. Januar 2026, 20 Uhr