Medizincheck anberaumt

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Dieser Artikel erschien auf Transfermarkt in seiner ersten Fassung am 20.01. um 11:45 Uhr und wurde anschließend aktualisiert.
Der FC Schalke 04 steht vor dem bislang größten Transfercoup dieses Winters: Edin Džeko hat den Königsblauen übereinstimmenden Medienberichten zufolge die mündliche Zusage gegeben. Auch mit der AC Florenz ist mittlerweile eine Einigung erfolgt. Nach Angaben von Transferreporter Gianluca Di Marzio und der „WAZ“ wird Džeko daher noch am Mittwoch in Deutschland landen, um am Donnerstag den Medizincheck bei den Königsblauen zu absolvieren.
Update 16:50 Uhr: Schalke muss wohl zunächst keine Ablöse für Džeko zahlen. Nach Informationen von „Sky“ haben die Klubs stattdessen diverse Bonusmodalitäten vereinbart, hieß es vom TV-Sender am Mittwochnachmittag noch ohne konkretere Details.
Gerücht
78 %
Zuvor war lange noch der Paris FC im Rennen um den erfahrenen Stürmer. Auch die Franzosen sollen sich mündlich mit Džeko geeinigt haben, am Ende habe sich der 39-Jährige jedoch für die Schalker entschieden, wo er die Rückennummer zehn erhalten soll. Sein Vertrag bei den Italienern läuft zum Saisonende aus. Der Rekordnationalspieler Bosniens brachte es in der Serie A in der laufenden Spielzeit auf elf Einsätze, blieb allerdings ohne Treffer. Die Viola ist offen für einen Abgang, um Džeko von der Gehaltsliste zu bekommen.
Schalke soll dem Sturmroutinier einen stark leistungsbezogenen Vertrag bis zum Saisonende angeboten haben. Berichten zufolge würde jeder Treffer extra vergütet werden. Zudem bekäme Džeko im Aufstiegsfall eine hohe Prämie. Das Gehaltsgefüge soll aber nicht gesprengt werden. Top-Verdiener ist aktuell Kapitän Kenan Karaman (31) mit kolportierten 800.000 Euro.
Schalke überzeugt Džeko mit Trio um Trainer Muslic
Dass sich Džeko nicht für den ebenfalls interessierten und finanziell besser aufgestellten Paris FC entschied, soll vor allem am intensiven Austausch mit Nationalmannschaftskollege Nikola Katic (29), Ex-Schalker Sead Kolasinac (32) und S04-Trainer Miron Muslic gelegen haben. Letztgenannter hatte schon im November ein Bosnien-Trikot von Džeko geschenkt bekommen.
„Ich kommentiere keine Transfergerüchte, auch wenn du das sehr, sehr charmant jetzt verpackt hast und hier einen auf Kuscheltier machst“, hatte sich Muslic nach dem 0:0 des Zweitliga-Spitzenreiters bei Hertha BSC am Samstagabend noch bedeckt gehalten. „Ich kommentiere keine Gerüchte. Das habe ich in den letzten sieben Monaten nicht gemacht. Das werde ich heute auch nicht machen.“
Džeko spielte vor seiner großen internationalen Karriere von 2007 bis Ende 2010 beim VfL Wolfsburg und wurde mit den Niedersachsen 2009 deutscher Meister. Ein Jahr später wurde er mit 22 Treffern Bundesliga-Torschützenkönig. Im Januar 2011 ging es für 37 Millionen Euro zu Manchester City. Es folgten Stationen bei der AS Rom, Inter Mailand und Fenerbahce.
