Lokale Rettungskräfte suchen nach einem Erdrutsch am Mount Maunganui in Tauranga (Neuseeland) nach Vermissten.

Stand: 22.01.2026 08:27 Uhr

Nach einem schweren Erdrutsch auf einem Campingplatz am Mount Maunganui in Neuseeland werden mehrere Menschen vermisst, darunter vermutlich Kinder. In mehreren Regionen im Land herrscht wegen starker Regenfälle Notstand.

In Neuseeland ist ein Campingplatz von einem Erdrutsch getroffen worden, mehrere Menschen werden seitdem vermisst. Der Erdrutsch zerstörte Teile des bekannten Campingareals am Fuße des Mount Maunganui, Zelte wurden von den Schlammmassen platt gedrückt, wie die Polizei mitteilte. Auf im Internet verbreiteten Videos war der Moment des Unglücks zu sehen.

Augenzeugen berichteten, dass aus einem Toilettenblock Hilfeschreie zu hören waren. Menschen auf dem Dach versuchten demnach verzweifelt, zu den Eingeschlossenen vorzudringen. Nach etwa 15 Minuten seien die Stimmen aber verstummt, berichtete die Zeitung New Zealand Herald unter Berufung auf einen an der Rettungsaktion beteiligten Mann.

Anzahl der Vermissten unklar

Wie viele Menschen vermisst werden, ist noch unklar. Das neuseeländische Portal Stuff sprach von mindestens sechs Verschütteten, darunter mehrere Kinder. Die Behörden bestätigten diese Zahl zunächst nicht – bei einer Pressekonferenz sprach die Polizei jedoch von „einer einstelligen Zahl“. Wegen der Gefahr weiterer Erdrutsche müssten die Einsatzkräfte demnach extrem vorsichtig vorgehen, hieß es. Es sei aber möglich, noch jemanden lebend finden.

Der Badeort Mount Maunganui liegt auf einer Halbinsel und ist für seine atemberaubende Natur, herrlichen Strände und einen markanten erloschenen Vulkan bekannt – von den Neuseeländern schlicht „The Mount“ genannt. Das Gebiet liegt in der weltbekannten Region Bay of Plenty auf der Nordinsel. In Neuseeland sind gerade Sommerferien, viele Menschen sind auf Reisen.

Schwere Überschwemmungen in mehreren Regionen

In der nahegelegenen Ortschaft Papamoa werden nach einem weiteren Erdrutsch, der ein Wohnhaus traf, zwei Menschen vermisst. Auslöser der Unglücke war extremer Starkregen. In der Region fiel innerhalb von zwölf Stunden so viel Regen wie sonst in zweieinhalb Monaten – der höchste Tageswert seit Beginn der Aufzeichnungen. In mehreren Regionen wurde der Notstand ausgerufen.

Auch in anderen Teilen der Nordinsel kam es zu schweren Überschwemmungen. Nördlich von Auckland wird nach einem Mann gesucht, der mit seinem Auto beim Versuch, den Mahurangi River zu überqueren, von den Fluten mitgerissen wurde. Die Einsatzteams waren unter anderem mit Drohnen, Hubschraubern und Raftingbooten im Einsatz, wie der Sender Radio New Zealand berichtete.