Ein von der Universitätsmedizin Leipzig (UML) geführtes Großprojekt soll nun die Sepsis-Versorgung in Deutschland verbessern und bestehende Defizite bei Prävention, Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge beheben. An dem Verbundprojekt „optiSEP – Transsektorale Optimierung der Versorgungsprozesse bei Sepsis auf Basis interoperabler Routinedaten“ sind außer der UML auch die Universitätsmedizin Magdeburg, die Universitätsmedizin Göttingen sowie die Unikliniken Essen und Aachen beteiligt. Ziel von optiSEP ist es nach Angaben der UML, „die Versorgung von Sepsispatienten sektorenübergreifend zu verbessern und kritische Schwachstellen entlang der Behandlungskette – von Rettungsdienst und Notaufnahme über Intensivstation bis zur Rehabilitation – konsequent zu beheben“.
Kern des vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) des deutschen Gesundheitswesens mit 7,5 Millionen Euro geförderten Projekts ist nach UML-Angaben „die digital verknüpfte, interoperable Nutzung von Routinedaten aus allen Phasen der Patientenbehandlung“. Sie soll die Grundlage für künftige „datengestützte Entscheidungshilfen“ liefern, mit deren Hilfe gefährliche Sepsis-Verläufe früher erkannt und „klinische Entscheidungen“ schneller unterstützt werden können. Zudem sollen „standardisierte Behandlungspfade“ die Anwendung „evidenzbasierter Sepsis-Leitlinien“ sicherstellen. Langzeitfolgen nach überstandener Sepsis sollen durch ein „patientenzentriertes Nachsorgekonzept“ reduziert werden.